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Vorstandswahlen bei der VRB am 30. Oktober 2014

Der 1. Vorsitzende Hermann Hipf, welcher auch die Versammlungsleitung übernahm, begrüßte die Anwesenden und stellte fest, dass alle Mitglieder schriftlich und fristgerecht eingeladen wurden. Auf seine Frage, ob es Einwände gegen die Tagesordnung gäbe, erfolgte kein Einspruch.

Die Mitglieder wurden informiert, dass die B 305 zwischen Inzell und Ruhpolding nochmals bis zum 14.11.2014 gesperrt wird und der Vorverkauf der Biathlonkarten 2015 sehr unterschiedlich verläuft.

Zu der adventlichen 30-Jahr-Feier der VRB am 04.12.14 um 19:30 Uhr im Hotel Ruhpoldinger Hof wurde herzlich eingeladen.

Im folgenden Bericht informierte Hermann Hipf über die Gemeinderatssitzung vom 23.10.14. Den VRB-Mitgliedern wurde die Präsentation des Tourismus-Direktors Stuckmann mit dessen Plänen, PR-Maßnahmen und Tourismus-Zahlen gezeigt.

Die Schriftführerin Elke Loders stellte fest, dass der Wahlkampf viel Arbeit gebracht habe. Ihr Wunsch sei, die interne freundliche Kommunikation zu verbessern und regelmäßige Vorstands-Sitzungen einzurichten.

Schatzmeister Jochen Metzger stellte seine Zahlen vor, die über das ganze Jahr 2013 ein Guthaben aufwiesen. Für den Wahlkampf 2014 wurden ca. € 6.000,-- ausgegeben. „Dafür haben wir Ulrike als 2. Bürgermeisterin bekommen“. Die Mitgliedsbeiträge sowie Spenden seien eingegangen, so dass die VRB derzeit wieder über einen positiven Kassenbestand verfügt.

Kassenprüfer Gerhard Guggenbichler sprach auch im Namen von Benedikt Schausbreitner, bestätigte eine ordnungsgemäße Verbuchung aller Vorgänge, bedankte sich beim Schatzmeister für seine Arbeit und beantragte die Entlastung des Schatzmeisters sowie des gesamten Vorstands.

Diese wurde einstimmig per Handakklamation bestätigt.

Für die Neuwahl des Vorstands stellte sich Gerhard Guggenbichler als Wahlleiter zur Verfügung.

Dafür bewarben sich:

  • Hermann Hipf  als 1. Vorsitzender
  • Henning Wolf als 2. Vorsitzender
  • Elke Loders als Schriftführerin
  • Jochen Metzger als Schatzmeister
  • Benedikt Schausbreitner (In Abwesenheit) als Kassenprüfer
  • Gerhard Guggenbichler als Kassenprüfer

welche per Handakklamation einstimmig gewählt wurden und ihre Wahl annahmen.

Die geheime Wahl der 18 anwesenden Mitglieder zum Beisitzer erbrachte ein Ergebnis von 10 Stimmen für Gitti Linsmeier und 8 Stimmen für Alex Kellndorfer, welche ihre Zustimmung dazu vorab gegeben hatte.

Anschließend berichtete Dr. Ulrike Pfeifer über ihre Aufgaben als 2. Bürgermeisterin, wozu viele offizielle Termine gehören. Die 1. große Hürde wurde mit der 3-wöchigen Urlaubsvertretung des 1. Bgm. genommen. In dieser Zeit mussten sich viele Rathaus-Mitarbeiter an ihren anderen Arbeitsstil gewöhnen.

Aus ihrer Sicht sollten die brach liegenden Gewerbegebiete aktualisiert werden. Die VRB möchte dazu einen Antrag zur Ausarbeitung eines Konzepts im GR stellen.

Ihre ablehnende Haltung zum aja-Hotel begründete sie u.a. damit, dass das Grundstück zu wertvoll sei.

Hier schloss sich Sepp Zeller an und befürchtet außerdem, dass das Verkaufs-System des Hotels in 5 Jahren nicht mehr gefragt ist und leer steht.

Thomas Ringsgwandl hingegen begrüßt das Hotel, weil es für Ruhpolding einen Synergie-Effekt bringen wird.

Auf die Frage, warum die Gemeinde das Grundstück nicht an Sepp Hohlweger verkauft habe antwortete Hermann Hipf, dass dieser zum damaligen Zeitpunkt nur einen Teil des Grundstücks bebauen wollte.

Luggi Böddecker nahm die schlechte Ertragslage des VitaAlpina zum Anlass vorzuschlagen, dass man mit Inzell sprechen solle. Deren Schwimmbad müsse saniert werden. Man solle überlegen, ob ein Schwimmbad für beide Orte nicht reichen würde und dafür z.B. ein Shuttle-Bus eingeführt werden könne.

Hermann Hipf informierte zum Schluss die Teilnehmer noch darüber, dass auch an der Straße zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl Amphibien-Übergänge gebaut werden sollen und dadurch die Straße voraussichtlich über 3 Jahre im Sommer gesperrt würde. Hierzu werden allerdings noch einige Gespräche im Gemeinderat notwendig sein.

Ein langer Abend ging um 23:30 Uhr mit einem Dank an alle Teilnehmer und speziell Sepp Zeller für den spendierten Leberkäs, zu Ende.

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Über eine außergewöhnliche Gemeinderats-Sitzung

berichtete Hermann Hipf auf der VRB-Monatsversammlung Ende September. Im Rahmen eines Besichtigungstermins, der aufgrund der Anfragen aus den drei Fraktionen angesetzt wurde, machten sich der erste Bürgermeister Pichler, neun Gemeinderäte und Tourismusdirektor Stuckmann auf den Weg nach Warnemünde um sich direkt vor Ort ein Bild vom a-ja Resort zu machen. Sie erhielten eine sehr detaillierte Führung durch das gesamte Areal und konnten alle Bereiche eingehend besichtigen. Sowohl das Personal als auch die Resortleiter standen parat und beantworteten die teilweise sehr kritischen Fragen ruhig, sachlich und kompetent. Es wurde deutlich, dass die Gemeinderäte großteils mit einer festen Vorstellung nach Warnemünde reisten und diese auch durch ihre Fragestellung zum Ausdruck brachten. Nicht alle Bereiche des Hotels fanden bei den Räten in gleichem Maße Anklang und die subjektiven Empfindungen waren doch sehr unterschiedlich. Hipf merkte hierbei an: „…aber ist das nicht bei allem so? Der eine mag Action und der andere Ruhe und Entspannung. Jeder sieht die Dinge anders. Und genau so ist dieses Konzept auch zu sehen und zu verstehen.“ Während eines gemeinsamen Abendessen verdeutlichte der Tourismusdirektor von Rostock noch einmal den Nutzen des Hotels und des Konzeptes für Warnemünde mit den Worten: „170.000 Übernachtungen im letzten Jahr sprechen eine deutliche Sprache was der Markt wünscht.“ Aus der Sicht von Hipf ist es natürlich weiterhin notwendig die Rahmenbedingungen wie z.B. Außenfassade, Wandhöhen, Emissionswerte etc. so zu fixieren, dass alle mit dem neuen Hotel leben können. Eine öffentliche Diskussion über die Professionalität der Betreiber und das Konzept ist jedoch ein Schritt in die falsche Richtung. „Wie würde sich ein Ruhpoldinger Hotelier wohl fühlen, wenn bei ihm neun Gemeinderäte zur Besichtigung vorstellig werden und seine Hotellobby, die Wandfarbe im Gang, die Zimmergröße und die Anzahl der Servicemitarbeiter kritisch beurteilen?“ Hipf schloss den Vortag mit dem Hinweis, dass auch ihn einige Dinge nicht komplett überzeugten, aber trotzdem sei er sich sicher, dass dieses Hotel Ruhpolding im Gesamten gesehen weiter bringen wird. Die Bilder der Besichtigung kann sich jeder unter

www.vrb-ruhpolding.de ansehen.

 

Zurück in den Chiemgau kamen wir Teilnehmer bei den Ausführungen von Ludwig Aigner, welcher uns in lauschiger Runde Details des Freizeitparks verriet. Denn der 1967 gegründete Freizeitpark feiert 2017 sein 50-jähriges Bestehen und hat sich auch seit der Übernahme 1997 vom Vater auf den Sohn immer weiter entwickelt und erweitert. Vorrangig waren infrastrukturelle Maßnahmen wie die Schaffung weiterer Parkplätze, die Erneuerung der Parktoiletten sowie die komplette Erneuerung bzw. der Neubau der beiden Parkrestaurants. Mit dem Wasser- und Kanalanschluss an das öffentliche Gemeindenetz wurde der Park für die Zukunft auf solide Füße gestellt. Für die Besucher vorrangig wichtig, so Aigner, ist aber die jährliche Erneuerung der bestehenden Attraktionen und die Schaffung neuer Anlagen. Zu den größten Investitionen gehörte sicherlich die wetterunabhängige Kristallberganlage und die neue Bergachterbahn „Gipfelstürmer“, die den Park mit Nervenkitzel komplettiert. Kleine Veränderungen finden ständig statt. So im vergangenen Jahr das Generationenspiel „Maibaumkraxler“ und in diesem Jahr die „Mutprobe“ im Kristallbergwerk.(Die Schreiberin hat mit ihren Enkelinnen all dies begeistert ausprobiert). Als nächstes soll der Parkplatz dem Trend der Energiewende folgen und während des Aufenthalts im Freizeitpark als „Tankstelle für E-Autos“ aufgerüstet werden. Der Park mit 12 Festangestellten – in der Saison bis zu 23 Mitarbeitern – hat auch viele Besucher aus Österreich, ca. 60 % Einheimische und ca. 40 % Urlaubsgäste nutzen den Park für einen Familienausflug. Optimierungsbedarf besteht in der Abstimmung der Bahnankunftszeiten und der Abfahrtszeiten der Buslinie, wobei auch die Frequenz der Busverbindung nicht optimal ist. Von den jhrl. ca. 600.000 hergestellten Flyern werden ca. 590.000 außerhalb von Ruhpolding verteilt und machen nebenbei auch Werbung für unseren Ort. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass der Freizeitpark eine Attraktion für unseren Urlaubsort ist und als feste Einrichtung einfach dazu gehört. Es entspann sich eine Diskussion über die Extra-Karte. Die Karte wird als Besonderheit gesehen und durch deren Einführung ein größerer Abfall bei den Übernachtungszahlen verhindert werden konnte, aber deren Nutzung nicht zwingend immer kostenlos sein muss. Es ist auf Dauer den Leistungsträgern nicht mehr zumutbar, dass sie für die Akzeptierung der Extra-Karte nur 50-60% des regulären Fahrpreises bzw. des Eintrittspreises vergütet bekommen. Kein Vermieter würde einen gleichwertigen Nachlass in seinem Haus gewähren, um die Attraktivität des Ortes zu steigern. Es wurden verschiedene Maßnahmen zur Schließung der Lücke diskutiert: die Umlage erhöhen, eine Zuzahlung des Gastes an den Kassen oder eine im wahrsten Sinne des Wortes EXTRA-Aufführung eines Betrages bei der Übernachtung, ähnlich wie bei der Kurkarte.

 

Mit einem Dank an Ludwig Aigner für seine offenen Worte beendete Hermann Hipf unsere Monatsversammlung und war sich sicher, dass uns die beiden Themen a-ja Resort und Extra-Karte noch einige Zeit beschäftigen werden.

 

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Stolze 18 Teilnehmer trotz Urlaubszeit

Diese konnte Dr. Ulrike Pfeifer in Vertretung des 1. Vorsitzenden auf unserer Monatsversammlung am 28.08.14 begrüßen und zu Anfang gleich Michi Leitner bitten, seinen Vorschlag zu einem „Bürgerservice“ zu konkretisieren. Seine Vorstellung ist, dass für die Bürger im Rathaus eine Anlaufstelle eingerichtet wird, bei dem Wünsche und Anträge direkt gestellt und bearbeitet werden.

Nach eingehender Diskussion befand man eine Lösung, wie in Traunstein, mit einem im Gemeindeanzeiger veröffentlichten Formular zu bestimmten Themen, als machbar. Die VRB wird sich dafür einsetzen.

Luggi Böddecker nahm die Gelegenheit wahr, den anwesenden Kreisrat Sepp Hohlweger zu fragen, ob zu den in 2013 aufgelaufenen 8 Mio € Verlusten der Kliniken Südostbayern Lösungen angedacht seien. Leider zeichnet sich hier noch keine Entspannung ab, denn es soll kein Personal abgebaut werden und allein hier sind durch Überstunden 2 Mio € Verluste aufgelaufen. Zwar hat die Klinik TS immer wieder zu wenig Betten, aber es ist bis jetzt nicht gelungen, dafür Betten in Ruhpolding zu belegen. Wenn es nicht gelingt, bis 2018/2019 die Verluste aller Südostbayern-Kliniken radikal zu senken, muss sicher die Kreisumlage erhöht werden. Dies würde auch Ruhpolding hart treffen.

Herbert Ringsgwandl berichtete über den Planungsstand des neuen Hotels und bat die Widerstände innerhalb der Bevölkerung dazu nochmals zu überdenken. Denn wenn auch diese Planung nicht umgesetzt werden könnte, würde sich sicher so schnell nicht wieder ein neuer Investor finden. Das neue Hotel bekommt einen hohen Standard und die sogenannten „Billigpreise“ würden nur in Nebensaisons angeboten. Ruhpolding braucht aber mehr Hotelbetten, welche automatisch auch mehr kaufkräftige Gäste in den Ort bringen.

Zu den erneut negativ ausgefallenen Touristik-Zahlen betonte er, dass in anderen Ländern wie z.B. Italien durch das schlechte Wetter ein Rückgang von bis zu 80 % zu verzeichnen sei. Das Verhalten der Urlauber hätte sich durch das Internet gravierend geändert, weshalb es bei den Gästen durch einen Blick auf das Internet-Wetter für ihre Urlaubszeit massiv zu Stornierungen käme. Leider steht die nächste Wetterstation in Chieming und dort herrscht oft ein sehr unterschiedliches Wetter zu Ruhpolding.

Die Touristikzahlen nahm Dr. Ulrike Pfeifer zum Anlass, die von der VRB Ende Juli genannten Zahlen zu korrigieren:

Statt ./. 9,93 % hat Ruhpolding per 31.07.14 ./. 6,68 % Rückgang bei den Übernachtungen 

 und ./. 6,71 % statt ./. 11,37 % bei den Gästen.

Dies seien die effektiven Zahlen, welche erst Mitte August feststanden und nicht schon am 25.07.14, welche die VRB zugrunde gelegt hätte.

Die Frage zur Arbeit des AK Energie beantwortete Franz Ringsgwandl damit, dass leider erst zwei Bürger die von der Gemeinde unterstützten kostenlosen Beratungstermine wahr genommen hätten. Aber vielleicht ist die Resonanz nach der Urlaubszeit besser.

Großes Interesse fanden seine Ausführungen zur „Bürgerenergie Traunsteiner Land e.G.“ Bei dieser Genossenschaft, welche nach demokratischen Strukturen betrieben wird, kann jeder Bürger Anteile erwerben. Damit investiert er in den Bau von Photovoltaik-, Wind- und Geothermie-Anlagen, Energiespeicher und Wasserkraftwerke in erneuerbare Energien  in unserem Landkreis und kann als Genosse eine angestrebte Rendite von 2 bis 5 % erhalten. Weshalb empfohlen wird, sich einmal unter www.buergerenergie-ts.de im Internet zu informieren!

Für das vorgesehene Thema „Transatlantisches Freihandelsabkommen“ war es inzwischen zu spät und wir werden es bei nächster Gelegenheit erneut auf die Tagesordnung setzen.

Mit einem Dank für die rege Teilnahme und Diskussion beendete Dr. Ulrike Pfeifer unsere VRB-Sitzung.

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Protokoll über die Jahreshauptversammlung der VRB vom 31. Juli 2014

TOP 1

Der 1. Vorsitzende Hermann Hipf, welcher auch die Versammlungsleitung übernahm, begrüßte die Anwesenden und stellte fest, dass alle Mitglieder schriftlich und fristgerecht eingeladen wurden.

Entschuldigt waren Alex Kellndorfer und Sepp Hohlweger.

Die letzten Geburtstage von Mitgliedern wurden erwähnt und ihnen nachträglich alles Gute gewünscht.

Leider wurde in der Tagesordnung übersehen, die nach zwei Jahren fälligen Vorstandswahlen mit aufzunehmen. Deshalb wird am 23.10.2014 eine zweite Jahreshauptversammlung mit diesen Tagesordnungspunkten stattfinden, um der Satzung zu entsprechen.

 

TOP 2

Im Jahresrückblick erwähnte Hermann Hipf zunächst, dass sein Ausblick vom letzten Jahr fast ausnahmslos eingetroffen ist und sich die VRB bei der Kommunalwahl wieder mit fünf Gemeinderäten positionieren konnte.

Aber auch die Abstimmung gegen Olympia 2022 war spannend und großteils gingen die Bürger mit ihrer Stimmabgabe professionell um.

Zur Wahl 2014 konnte die VRB mit großer Anstrengung 12 neue Kandidaten gewinnen, wovon 2 Kandidaten auf Anhieb den Einzug in den Gemeinderat schafften. Unser Ziel, dass unsere Kandidaten trotz knappem Budget keinen Unkostenbeitrag für ihre Wahlaufstellung zahlen mussten und der Wahlkampf vom VRB-Grundstock finanziert werden konnte, haben wir erreicht. Im Großen und Ganzen kamen unsere Werbemaßnahmen gut an – sind aber noch verbesserungsfähig. Unser Slogan

            „global DENKEN – regional HANDELN – lokal PROFITIEREN“         sollte beibehalten werden.

 

Stolz ist die VRB darauf, mit Frau Dr. Ulrike Pfeifer wieder den/die 2. Bürgermeister/in stellen zu können. Wofür wir aber auch als „Steigbügelhalter“ der SPD bezeichnet wurden. Aber: 76 % unserer befragten Mitglieder haben die Kandidatur unterstützt.

 

Aktuell hat die VRB 64 Mitglieder. Erstrebenswert wäre eine Mitgliederzahl von 70 bis Ende 2014 und 100 bis zur nächsten Wahl! Dazu wird um Mithilfe bei den jetzigen Mitgliedern gebeten.

 

Die Gemeindefinanzen wurden angesprochen und dargelegt, dass uns die touristischen Einrichtungen, wie das Kurhaus  mit 211 T€ und Hallenbad, Freibad, Eishalle mit 645 T€  in 2013 gekostet haben. Insgesamt hat die RTG  in 2013 mit einem Minus von 970 T€ abgeschlossen.

Leider entstand im Zeitraum Nov. 13 – Juli 2014 bei den Gästemeldungen ein Minus von 11,37 % und bei den Übernachtungen von - 9,93 %.

 

Wir sollten jedoch die neue Ausrichtung im Tourismus mit der Positionierung als „wildromantisches Naturparadies für aktive und passive Erholung mit authentischer Lebensart“ unterstützen, diskutieren und vor allen Dingen dabei zusammen arbeiten. Vieles hat sich schon mit neuem Gastgeberverzeichnis, Wander- und Radkarten, Loipenplan, Imagefilm und neuer Internetpräsenz getan.

 

Beschäftigen werden uns in nächster Zeit die Themen Bahnhof und das geplante Hotel in Zell.

Der unter Denkmalschutz stehende Bahnhof soll für die TI mit einer Kostenschätzung von 1,8 Mio € erworben und umgebaut werden, wobei nach Abzug der möglichen Zuschüsse ein Gemeindeanteil von wenigstens 600 T€ zu tragen ist.

Statt eines „Hoteldorfs Zell“ wurde am 29.07.14 im Gemeinderat die 1. Änderung des Bebauungsplans mit 3 Gegenstimmen als Billigungs- und Auslegungsbeschluss für einen komplexen Hotelbau genehmigt.

Das Hotel mit 230 Zimmern, einer ganzjährigen Öffnungszeit und geschätzten jhrl. 100.000 – 120.000 Übernachtungen soll von der a-ja-Gruppe gebaut und betrieben werden.

Sofern keine Zeitverzögerungen auftreten, ist eine Inbetriebnahme für das 1.-2. Quartal 2016 geplant.

Kritisiert wurde im Vorfeld, dass zur Zeit kein genaues Konzept vorgelegt wurde.

 

Zum 30-jährigen Bestehen der VRB erinnerte Hermann Hipf daran, dass sie 1983 aus der Initiative „Laubauer Wasser“ entstanden ist und sich 1984 entschloss, mit einer eigenen Gruppierung für den Gemeinderat zu kandidieren.

Dazu fand am 07.01.1984 mit den Herren Helmut Müller, Hubert Pointner, Gerhard Guggenbichler, Pongratz Haßlberger, Karl Henn, Mathias Hallweger, Ludwig Schick und Hans Stuffer im Schützenstüberl eine Gründungsversammlung statt.

Weshalb wir uns am 26. September 2014 im Schützenstüberl zu einer kleinen Jubiläumsfeier treffen wollen.

 

Mit Präsenten dankte der 1. Vorsitzende:

            Ferdinand Fiedler für 6 Jahre Gemeinderat und 2. Bürgermeister

            Sepp Hohlweger für 6 Jahre Gemeinderat

            Dr. Ulrike Pfeifer für die  Wahl zur 2. Bürgermeisterin

            Henning Wolf für die Hilfe im Wahlkampf und bei der Erstellung der VRB-Homepage

            Sebastian Steinbacher als Beisitzer

            Jochen Metzger als Kassier und

            Elke Loders als Schriftführerin

 

Dr. Ulrike Pfeifer dankte für das ihr entgegengebrachte Vertrauen bei der Wahl zur 2. Bürgermeisterin und berichtete, dass die Zusammenarbeit mit dem 1. Bürgermeister gut klappe und sie bereits an einigen Bgm-Sitzungen teilgenommen habe. In Vertretung habe sie auch schon viele Glückwünsche zu runden Geburtstagen aussprechen dürfen. Ernst wird es im August, wenn der 1. Bgm 3 Wochen in Urlaub geht und sie seine Vertretung übernehmen muss.

 

TOP 3 – TOP 6

wurden auf die 2. Jahreshauptversammlung verschoben.

 

TOP 7

Der jüngste Gemeinderat Thomas Ringsgwandl berichtete über seine neuen Aufgaben, in die er sich langsam aber sicher einarbeitet, um seiner Verpflichtung gerecht zu werden. Besonders die Arbeit im Bauausschuss, mit den „Bauherren im Rücken“, sei anstrengend.

Luggi Böddecker lobte unseren fachlich guten neuen Bauhofleiter Sepp Eder, welcher sich jetzt schon  im Ort auskennt und sich besonders den Themen Unterstandshütten und Wanderwegbeschilderung widmet.

Beim Thema Hallenbad sollte man überlegen, sich dieses mit Inzell zu teilen, um für beide Gemeinden die Kosten zu minimieren.

Die freiwillige Feuerwehr benötigt eine neue Drehleiter, Anschaffungskosten ca. 350 T€, die fast nicht zu stemmen sind. Es sollte überlegt werden, ob sich 2 Gemeinden evtl. eine Drehleiter teilen können.

Sepp Zeller erwähnte, dass der Tourismus-Ausschuss beschlossen habe, dass in Zukunft die Loipen der Chiemgau-Arena auch von Gästen genutzt werden sollen.

Unsere Wanderwege sollten mehr gepflegt werden und die Forststraßen besser befahrbar sein.

Ein besonderes Augenmerk sollten wir dem seltenen Hochmoor zwischen Gstatt/Fuchsau und Wasen widmen. Dies wäre sicher ein Projekt beim Eler-Leader Programm wert.

Elke Loders wurde gebeten, einen „Bürgerbahnhof“ zu erklären und führte aus, dass es solche schon von Leutkirch bis Cuxhaven als Bürger-Genossenschaften geben würde. Meistens werden Anteile von 1.000 € und aufwärts vergeben und die Bahnhöfe gekauft oder gemietet. Die Bahnhofsgenossen wählen einen Vorstand, welcher – meist ehrenamtlich – die Genossenschaften führt und jährlich Rechenschaft ablegt. Dies wäre auch vor Ort machbar und finanzierbar, wenn sich genügend  Ruhpoldinger dazu finden würden. Sie könne sich aber auch vorstellen, dass der Bahnhof in ein „schnuckeliges Bahnhofshotel“ umgewandelt würde und die Touristinfo in einem Neubau des jetzt leer stehenden Bahnhofs-Kiosk untergebracht würde. Der AK Gewerbe arbeitet an dieser Variante, denn sie wäre kurzfristig umsetzbar und würde eine Sanierung des jetzigen Pavillons der TI nicht nötig werden lassen.

 

Hermann Hipf beendete die Versammlung um 22:30 Uhr und dankte allen für ihr Kommen.

VRB / Besichtigung a-ja Resort in Warnemünde (18./19.09.2014)

Im Rahmen des Besichtigungstermins, der aufgrund der Anfragen aus den drei Fraktionen angesetzt wurde, machten sich der erste Bürgermeister Pichler, neun Gemeinderäte und Tourismusdirektor Stuckmann auf den Weg nach Warnemünde um sich direkt vor Ort ein Bild vom a-ja Resort zu machen. Sie erhielten eine sehr detaillierte Führung durch das gesamte Areal und konnten alle Bereiche eingehend besichtigen. Sowohl das Personal als auch die Resortleiter standen parat und beantworteten die teilweise sehr kritischen Fragen ruhig, sachlich und kompetent. Es wurde deutlich, dass die Gemeinderäte großteils mit einer festen Vorstellung nach Warnemünde reisten und diese auch durch ihre Fragestellung zum Ausdruck brachten. Nicht alle Bereiche des Hotels fanden bei den Räten in gleichem Maße Anklang und die subjektiven Empfindungen waren doch sehr unterschiedlich. Hipf merkte hierbei an: „…aber ist das nicht bei allem so? Der eine mag Action und der andere Ruhe und Entspannung. Jeder sieht die Dinge anders. Und genau so ist dieses Konzept auch zu sehen und zu verstehen.“ Während eines gemeinsamen Abendessen verdeutlichte der Tourismusdirektor von Rostock noch einmal den Nutzen des Hotels und des Konzeptes für Warnemünde mit den Worten: „170.000 Übernachtungen im letzten Jahr sprechen eine deutliche Sprache was der Markt wünscht.“ Aus der Sicht von Hipf ist es natürlich weiterhin notwendig die Rahmenbedingungen wie z.B. Außenfassade, Wandhöhen, Emissionswerte etc. so zu fixieren, dass alle mit dem neuen Hotel leben können. Eine öffentliche Diskussion über die Professionalität der Betreiber und das Konzept ist jedoch ein Schritt in die falsche Richtung. „Wie würde sich ein Ruhpoldinger Hotelier wohl fühlen, wenn bei ihm neun Gemeinderäte zur Besichtigung vorstellig werden und seine Hotellobby, die Wandfarbe im Gang, die Zimmergröße und die Anzahl der Servicemitarbeiter kritisch beurteilen?“ Hipf schloss den Vortag mit dem Hinweis, dass auch ihn einige Dinge nicht komplett überzeugten, aber trotzdem sei er sich sicher, dass dieses Hotel Ruhpolding im Gesamten gesehen weiter bringen wird.

Und hier noch ein paar aktuelle Ansichten des geplanten Hotels. Bitte aber beachten, dass diese Bilder den AKTUELLEN Planungsstand verdeutlichen und es mit Sicherheit noch einige Änderungen geben wird.

Wenig Interesse beim Thema Energie

Wenig Interesse beim Thema Energie

Mit zwei Energie- und einem Bankexperten wartete die VRB auf ihrer letzten Monatsversammlung im Wintergarten des Kurhauses auf, denn man hatte mit vielen Interessierten gerechnet. Doch weit gefehlt und man muss sich fragen, ob alle Ruhpoldinger Haushalte und Häuser schon für die Energiewende gerüstet sind? Die Schreiberin dieses Artikels konnte jedenfalls aus den Vorträgen viele Spartipps und Erkenntnisse mit nach Hause nehmen!

Auf die weit gefächerte Bandbreite zu diesem Thema hat der AK Energie ja schon mit einigen Artikeln hingewiesen und bietet monatliche kostenlose Energieberatungen an. Deshalb nahm Oliver Huber nur eine für Laien gut verständliche neutrale Aufarbeitung einiger Themen vor und verwies z.B. auf das Internetportal www.unendlich-viel-energie.de. Hier werden u.a. auch die Veränderungen der Energiekosten behandelt, die auf uns alle zukommen.

Betont wurde außerdem, dass jedes Haus aufgrund seiner Verschiedenartigkeit bei Baujahr, Ausstattung, Zustand und Lebensweise seiner Bewohner ein eigenes Sanierungskonzept benötigt und man nicht einfach „die Maßnahmen des Nachbarn“ übernehmen könne. Die Kosten für neutrale Berater lohnen sich auf jeden Fall und werden auch bezuschusst.

Wir möchten an dieser Stelle nur das Thema Haushaltsgeräte mit einigen Fakten herausgreifen:

Kühl- und Gefrierschränke verbrauchen pro Jahr 700 kWh – alte Geräte wesentlich mehr - und sind damit absoluter Spitzenreiter. Es lohnt sich, einmal ein Thermometer aufzustellen, denn im Kühlschrank reicht eine Temperatur von 7 Grad und in der Gefriertruhe von – 18 Grad aus.

Der Elektroherd folgt bei einer 4-köpfigen Familie mit einem Stromverbrauch von 300-400 kWh jhrl., weshalb Profis wegen der geringeren Energiekosten auf einem Gasherd kochen. Aber: auch der richtige Topf, ein geschlossener Deckel, wenig Wasser, ein Schnellkochtopf, ein Eier- und ein Wasserkocher sowie das frühzeitige Abschalten der Herdplatte sparen Energie. Beim Backen benötigt ein Heißluftherd keine Vorheizzeit.

Die Waschmaschine fällt mit 150 kWh durchschnittlichem Jahresverbrauch nicht so sehr ins Gewicht wie der Trockner mit ca. 300-400 kWh Strom pro Jahr. Wobei viele Wasch- und Spülmaschinen ans  Warmwasser angeschlossen werden könnten, zumal wenn Solarkollektoren oder Wärmepumpen vorhanden sind. Auch hier gilt: Voll beladene Maschinen, keine Vorwäsche, das Sparprogramm, eine geringere Waschtemperatur, sparen Energie. Hohe Schleuderzahlen verkürzen den Trocknungsprozess im Trockner. Oder man trocknet seine Wäsche grundsätzlich auf der Leine und spart so ca. 60 € Strom im Jahr.

Auch das Bügeln kann teuer werden, wenn die Wäsche zu nass oder zu trocken ist. Dann werden für 5 kg Wäsche mehr als ca. 1,3 kWh Strom verbraucht. Deshalb helfen Wärmereflektierende Bügelbrettbezüge und das rechtzeitige Ausschalten des Bügeleisens Strom zu sparen. Was auch für alle anderen Haushaltsgeräte gilt, denn im Stand-by-Modus verbrauchen sie zusätzlich Strom.

Es lohnt sich also, alte Geräte gegen solche mit einem Energielabel auszutauschen und im Haushalt energieeffizient zu arbeiten.

Neugierig geworden? Unter www.hausgeraete-plus.de  erfahren Sie weit mehr.

Auf die verschiedenen Fördermöglichkeiten und Zuschüsse bei energetischen Sanierungen ging Wolfgang Proksch ein und betonte, dass nicht unbedingt ein Darlehen aufgenommen werden muss,  um die Fördermittel von KfW, LfA oder BAFA zu erhalten. Der Antrag muss lediglich über die Hausbank oder einen Energieberater erfolgen und vor Beginn einer Sanierung gestellt werden. Die derzeit günstigen Konditionen sowohl bei Krediten wie bei Zuschüssen sollten Anreiz sein, in Energieeffizienz zu investieren. Auch solch eine Beratung erfolgt neutral beim AK Energie.

Ein hoch interessanter Abend ging nach vielen Fragestellungen der Zuhörer zu Ende, wofür sich Hermann Hipf im Namen der VRB herzlich bedankte.

Ebenso haben wir die Agenda des AK Energie beigefügt, mit welcher die Vorhaben des AK kurz dargestellt werden. Hinweisen möchten wir bei Interesse auf die Internetseite www.buergerenergie-ts.de = Bürgerenergie Traunsteiner Land e.G. Diese Genossenschaft unterstützt und finanziert ggf. Photovoltaikanlagen, Geothermieanlagen, Wasserkraftwerke oder Energiespeicher.

LINK zur Agenda


Freundliche Grüße
Elke Loders

Routine soll nicht einkehren

Routine soll nicht einkehren

Zur erstmals wieder „lauschigen Runde“ gesellten sich dann doch noch einige Nachzügler, um Dr. Ulrike Pfeifer als erster zweiten Bürgermeisterin in Ruhpolding mit zu gratulieren!

Wir VRB-ler sind natürlich stolz darauf, zumal ihre Wahl mit 13 von 20 abgegebenen Stimmen eindeutig war und wünschen Dr. Ulrike Pfeifer eine gedeihliche und gute Zusammenarbeit im Rathaus und mit den Gremien! Auch wenn Sie am Wahlabend der konstituierenden Gemeinderats-Sitzung den ungewohnten Platz des 2. Bürgermeisters noch nicht sofort einnehmen wollte...

Hermann Hipf übernimmt in der neuen Legislaturperiode den Posten als VRB-Fraktionssprecher und in den einzelnen Ausschüssen sind alle VRB-Gemeinderäte vertreten.

Wobei wir bei Interesse auf die Internet-Seite des www.ruhpolding-rathaus.de verweisen. Hier finden Sie alle Gemeinderäte und deren Ausschuss-Zugehörigkeiten, sowie die neuen Beauftragten für Jugend, Familie, Behinderte und Senioren.

Zum 1. VRB-Antrag im neuen GR „Öffentlichkeit-Tagesordnung & Protokolle veröffentlichen“ konnte Hermann Hipf berichten, dass dafür datenschutzrechtliche Voraussetzungen erfüllt werden müssen und es das Ziel sein wird, Veröffentlichungen mit Fragen und Beschlüssen in den jederzeit einsehbaren drei Schaukästen an der Alten Schule auszuhängen.

In Zukunft möchte die VRB Verlauf und Ergebnisse von Anträgen konsequent verfolgen und ggf. anmahnen.

Unsere letzte Monatsversammlung zum Thema Tourismus hat mit sogar Schreiben aus anderen Gemeinden für Furore gesorgt und wird hoffentlich zu Umdenkungsprozessen und zu mehr gemeinsamer Arbeit vor Ort führen.

Dr. Pfeifer berichtete von der Überprüfung zum „hausärztlichen Modell“. Danach  ist Ruhpolding mit sechs hausärtzlich tätigen Kassenärzten, Fachärzten, einem Kinderarzt und einem Orthopäden an verschiedenen Tagen, zur Zeit gut ausgestattet. Lediglich in den Kreis-Randgebieten kann es zukünftig zu Engpässen kommen. Leider wird das Vinzentinum im Krankenhausbedarfsplan als nicht operative Klinik geführt, sodass die Bürger für Unfallbehandlungen nach Siegsdorf fahren müssen. Einige Ärzte im Ort werden jedoch über kurz oder lang in den Ruhestand treten und es ist zu hoffen, dass sich Nachfolger finden.

Über die am 19.05. stattgefundene Sitzung zum Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK), an dem in Zukunft außer der Arbeitskreise auch die Fraktionssprecher mitarbeiten sollen, berichtete Hermann Hipf. Als größtes Projekt soll in naher Zukunft endlich die Sanierung unseres Bahnhofs angegangen werden, aber die Finanzierung der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude wird trotz der möglichen Zuschüsse eine große Herausforderung für die Gemeinde!

Zusätzlich wird ein öffentlich-privater Projektfonds aufgelegt der darauf abzielt, privates Engagement  und eine private Mitfinanzierung anzustreben. Er soll die gemeinsame Verantwortung von öffentlicher Hand, der Privatwirtschaft und der Bürgerschaft für ihre Gemeinde aktivieren.

In Ruhpolding werden vor allen Dingen Ziele im Ortsentwicklungsprozess verfolgt, zu denen für die  Jahre 2014 und 2015 jeweils € 20.000 zur Verfügung stehen, wobei die private Beteiligung 50 % betragen muss. Es sind also alle Bürger/Gewerbetreibende und Gemeinschaften aufgerufen, sich mit klaren Projekten und Konzepten an die Lenkungsgruppe zu wenden. Packen wir's an! Wir werden weiter darüber berichten.

Bei dieser Gelegenheit kam auch die derzeitige Initiative des AK Energie zur Sprache, welcher ab 05.06.14 mit Unterstützung der Gemeinde kostenlose monatliche Energieberatungen anbietet, welche hoffentlich von vielen Bürgern in Anspruch genommen werden.

Beim erneuten Thema „Hinterlassenschaften von...“ beendeten wir unsere Sitzung, denn Hunde schlafen um 22:30 h längst und eine Lösung des Problems ist nicht in Sicht!

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„Volles Haus“ beim Thema Tourismus

„Volles Haus“ beim Thema Tourismus

Volles Haus in der "Alten Säge"

Die Plätze beim letzten Monatstreffen der VRB am 24.04.14 wurden knapp und der Vorsitzende Hermann Hipf freute sich über das rege Interesse. Zunächst stellte er den Teilnehmern den neu gewählten jungen VRB-Gemeinderat Thomas Ringsgwandl vor. Erwähnte aber auch, dass die Wahlbeteiligung nur bei ca. 60 % gelegen hatte und dadurch allein die VRB 450 Stimmen weniger erhalten habe. Der neu gewählte Gemeinderat trifft sich am 06. Mai zu seiner konstituierenden Sitzung, auf der dann auch der 2. Bürgermeister gewählt wird.

Um regelmäßig über die Themen aus dem Rathaus berichten zu können, sollen die Termine zu den Monatstreffen möglichst eingehalten werden. Außerdem soll von der VRB der Antrag gestellt werden, dass eine ständige Öffentlichkeitsarbeit aus dem Rathaus mit den neuen Medien stattfindet. Denn Protokolle und Aushänge sind in der Zeit von Freitag 12:00 h bis Montag 8:00 h für die Bürger nicht einsehbar.

Vor dem Thema des Abends ging die Frage an Henning Wolf, wie die Bilanz des letzten Winters am Unternberg ausgefallen sei und dieser konnte trotz Schneemangels berichten: „Wir machen weiter“. Auch wenn das Ziel 1.000 Fördermitglieder mit derzeit 780 noch nicht erreicht sei, gäbe es viel zu tun, denn es sollen am Lift zwei Zwischenausstiege eingerichtet und ein kleiner See für die Beschneiung angelegt werden. Im nächsten Winter findet am Unternberg u.a. der „Geno-Cup“ am Kristallhang statt und man erhofft sich viele Teilnehmer.

Das Wort erhielt nun unser Tourismusdirektor Markus Stuckmann, welcher gleich zu Anfang ehrlich gestand, dass die Übernachtungszahlen schon länger rückläufig sind, mit Ausnahme der Jahre 2010-2012 was mit dem Biathlon Weltcup und der Biathlon WM 2012 zu tun hat. Nach der erfolgreichen Biathlon WM gingen sie im Tourismusjahr 2013 um 8 % zurück und im Februar 2014 ohne Schnee musste ein Minus von ca. 20 % hingenommen werden. Stand April 2014 wird der Winter 2013/14 mit ca. minus 6 % bei den Übernachtungen schließen.

Die Gästezahlen blieben stabil, es hielten sich mehr Urlauber aus NL/GB und der CZ in Ruhpolding auf, bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 6 Tagen – bayernweit von durchschnittlich 3 Tagen.

Zu berücksichtigen sei aber auch, dass die örtlichen Bettenkapazitäten immer weniger würden und z.B. Firmenanfragen mit Einzelzimmern nicht bedient werden könnten, weil uns dazu die nötigen Hotels und gewerblichen Betten fehlen. Wirklich vermittelbar im Ort sind nur noch 4.300 – 4.500 Betten. Nach wie vor stammen 2/3 unseres Bettenangebotes von Klein- und Privatvermietern, welche auf einen „weißen Ritter“ mit Änderungen von außen warten. Aber eigensinnig kann es nicht weiter gehen, weil heutzutage die Anfragezeiten der Gäste erfüllt werden müssen und nicht umgekehrt. So fährt ein großer Umsatz an Ruhpolding vorbei, weil die Gastgeber Kurzaufenthalte verweigern.

Die Politik kann nur Rahmenbedingungen schaffen, das Feld bestellt werden muss von den Gastgebern selbst und so lange sich die drei im Ort befindlichen Gastgebergruppierungen untereinander nicht einig sind, wird kein Aufschwung möglich sein. Mit einem Umsatz in 2013 von € 68 Mio. sei nach wie vor der Tourismus die größte Einnahmequelle im Ort und ohne diese könnten die vielen vorhandenen Freizeiteinrichtungen nicht gehalten werden.

Leider war die Gemeinde in der Vergangenheit zu sehr im operativen Bereich tätig. Im vergangenen  Jahr erfolgte eine Umstellung im Marketing und als „wildromantisches Tal“ wollen wir anhand unseres Katalogs mit traumhaften Bildern und kurzen informativen Texten für „Innere Einkehr durch Bewegung draußen“ - „Abschlagen mit Weltmeistern und Olympiasiegern“ - „Genuss auf Bayerisch“, „Zauberhafte Loipenwelt“ -  „Die aktiven Seiten des Winters erleben“ - „Entspannen und loslassen“ - „Ruhpoldings bunte Kinderwelt“ - die Gäste neugierig machen und neue Alters- und Sportgruppen aktivieren.

Denn wir können mit alpinen Wintersportorten nicht konkurrieren und müssen eine eigene Nische besetzen.

Bei vielen schon oft gestellten Teilnehmer-Fragen blieb Stuckmann eisern und verteidigte sein Konzept, denn bei einem Budget von jhrl. € 300.000 wären etwaige Pläne B nicht möglich.

Zum Schluß bat er noch darum, dass die Gastgeber von Fortbildungsmöglichkeiten Gebrauch machen sollten und auf der nächsten Gastgeberversammlung erneut eine Hilfestellung zur Kalkulation  für Privat- und Kleinvermieter angeboten würde.

Hermann Hipf bedankte sich herzlich für die ernsthafte und ausführliche Information und schloss eine lange Sitzung mit dem Hinweis auf die nächste VRB-Monatsversammlung am 22. Mai. Einladung erfolgt über die Presse.
el

Wahlnachlese 27.03.2014

Vorläufige Endergebnisse der Wahl 2014

Als PDF die vorläufigen Endergebnisse der Bürgermeisterwahl und des Gemeinderates 2014 als PDF

Nun ist die Kommunalwahl 2014 auch schon wieder Geschichte. Hier ein paar interessante ZDF (Zahlen-Daten-Fakten). Besonders gefällt uns zum einen, dass die VRB wieder mit 5 Personen im Gemeinderat vertreten ist, und zum anderen, dass wir insgesamt 1,1% zulegen und trotz der schlechten Wahlbeteiligung (60,7%) die wenigsten Stimmenverluste verzeichnen konnten (-451) - im Gegensatz zur CSU (-1.102) und SPD (-3.108).
 
HERZLICHEN DANK.

Bürgermeisterwahl

Gemeinderatswahl mit allen Stimmenangaben

Nachlese

Wahlnachlese im Steinbach Hotel / Blauer Salon

In einer entspannten Runde trafen sich die VRB-ler am 27.03.14 zu einer Wahlnachlese und Hermann Hipf rezitierte über Wahlbeteiligungen, Trends, Veränderungen, Stimmverteilungen, Listenstimmen, Auswertungen und Prozentsätze – was sich Statistiker alles so einfallen lassen.

Herausgekommen ist dabei, dass sich der Ruhpoldinger Gemeinderat fraktions- und parteienmäßig genauso zusammen setzt wie vor 6 Jahren und die VRB mit ihrem Ergebnis zufrieden ist.

Aber: Der Ruhpoldinger Gemeinderat hat insgesamt 7 neue Gemeinderäte und die  Hoffnung, dass einiges anders oder auch besser wird.

Zum Ablauf des Wahlkampfes gab es keine Diskussionen, auch wenn immer wieder etwas verbesserungswürdig erscheint. An dieser Stelle soll aber Henning Wolf und Hermann Hipf offiziell gedankt werden, welche ehrenamtlich und professionell unseren Wahlkampf vorbereitet und die VRB-Kasse geschont haben! Natürlich sollen an dieser Stelle auch die anderen ehrenamtlichen Wahlhelfer mit einem Dank nicht vergessen werden, sowie unsere tapferen Wahlkandidaten.

Nun gilt es noch in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats den 2. Bürgermeister zu wählen und unsere Gemeinderäte werden sich vorab damit ernsthaft auseinander setzen.

Zu unserer nächsten Monatsversammlung am 24.04.14 dürfen wir schon ankündigen, dass zum Thema Tourismus Herr Marcus Stuckmann eingeladen wurde und zugesagt hat.

Wahlparty am 14.03.2914

Ehemalige-, aktive- und VRB-Gemeinderats-Kandidaten beim Großgstatter

Bericht | 30 Jahre VRB – Ankündigung Party

30 Jahre VRB – Party für ALLE

Das Jahr 2013 ist für uns VRB‘ler (Vereinigung Ruhpoldinger Bürger) ein besonderes Jahr, denn wir dürfen unser 30-jähriges Jubiläum feiern. Aufgrund dessen trafen sich letzte Woche einige Gründungsmitglieder mit den aktuellen Gemeinderatskandidaten um über die anstehenden Veranstaltungen im Jubiläumsjahr zu sprechen.

Beginnen werden wir die Veranstaltungsreihe mit einer Party am Freitag, den 14.03. ab 20.00 Uhr im Kurhaus Pub - ganz nach dem Motto „Jung & Alt – nett beinand“(mit Bierpreisen wie vor 30 Jahren). Warum ausgerechnet das Pub? Weil am 18.März 1984 eben dort das grandiose Abschneiden der VRB bei der ersten Wahl gefeiert wurde. Neben den aktuellen GR-Kandidaten, den ehemaligen Kandidaten, VRB-Mitgliedern sind natürlich auch alle Interessierten, Freunde und Bekannte recht herzlich eingeladen. Und ganz besonders laden wir auch die Kandidaten der anderen Gruppierungen (CSU/SPD) zu einem netten Abend OHNE Wahlk(r)ampf ein. Wir freuen uns auf Euer Kommen.

Hermann Hipf (1. Vorsitzender der VRB)

Wahlversammlung – einmal anders

Volles Haus beim Großgstatter!

Wir konnten und wollten nicht mit 200 Besuchern bei Wahlveranstaltungen konkurrieren, aber zu unserer Wahlversammlung mit einem besonderen Ambiente aufwarten: man fuhr auf einen einheimischen Bauernhof mit heimeliger Beleuchtung, beruhigendem Wassergeplätscher eines Naturteiches und betrat einen außergewöhnlich schönen Stadl, welcher für unsere „Tagung“ hergerichtet war. Wo? Beim „Großgstatter“, einem Bauernhof mit unerwartet geschmackvollem Interieur und einer Wellness-Oase vom Feinsten.

Hier begrüßte Hermann Hipf gerne die vielen Gäste zur Endphase des Wahlkampfes, für die eigens noch zusätzliche Stühle geholt wurden. Er legte Wert darauf, dass der Umgang auch zu dieser Zeit mit Respekt voreinander stattfinden sollte und stellte fest, dass die Wahl mit unseren beiden Bürger-meisterkandidaten sicher spannend wird.

Zum Thema „Tourismus: vereinbar mit Land- und Almwirtschaft“ berichteten dann abwechselnd Ludwig Böddecker, Sepp Zeller und Kolja Zimmermann. Anhand von exzellenten Bildern vom Zeller Hof, Beim Waicher und dem Sulzenhof konnte man erfahren, dass es sehr wohl möglich ist, Land-, Bio-, Kultur- und Almwirtschaft in Einklang mit dem Tourismus zu bringen und trotzdem die Erwartungen anspruchsvoller Wellness-und Erlebnis-Urlauber zu erfüllen. Welche auch bereit sind, dafür „gutes Geld“ zu bezahlen. Zwar nehmen die Aufenthalte auf Bauernhöfen nur ca. 8% im Vergleich zu den anderen Betriebsarten ein, sind aber für Familien mit Kindern ein gern ausgesuchtes Urlaubsziel.

Nach einem Rundgang durchs Haus stellte sich die Frage: Wie geht’s mit dem Tourismus weiter? Einigkeit bestand darin, dass mehr Zusammenhalt und Zusammenarbeit nötig wird, um die gewachsenen Ansprüche der Urlauber zu erfüllen - woran es leider noch fehlt. Oder wird nur auf hohem Niveau gejammert und den leider nicht erschienenen Privatvermietern geht es gut? Mit dem Thema Winter-Tourismus, meinte Alfons Pichler, sollten wir uns mehr beschäftigen, denn der gerade nicht stattgefundene Winter minimiert unsere Wintergäste, die wir dringend benötigen. Deshalb sollten wir die Steinplatte besser mit bewerben und die Buslinie dorthin aufrecht erhalten. Denn auf dieser Strecke liegen auch unsere schneesicheren Langlaufgebiete, deren Loipen verbessert werden könnten und sich hervorragend für einen sanften Tourismus mit Schneewandern und Langlauf eignen. Eine zusätzliche Einkehrmöglichkeit an der Sichernwiese wurde vorgeschlagen und gepflegte Winterwanderwege dürften bei milden Temperaturen nicht fehlen.

Um es kurz zu sagen: Es wurde spät - hoffentlich nicht zu spät für einen Umschwung bei unserem Tourismus, denn umsetzbare Ideen und Vorschläge gibt es genug – und Hermann Hipf vergaß fast, zur VRB-Wahlparty einzuladen, denn am 14. März um 20:00 Uhr feiern wir unter dem Motto „JUNG & ALT – nett beinand“ im Kurhaus-Pub das 30-jährige Bestehen der VRB – mit Bierpreisen wie vor 30 Jahren!
Elke Loders

„Es drückt der Schuh“

VRB Treffen Gasthof Miesenbach

Wer gemeint hatte, der hintere Teil des Gasthofs Miesenbach würde für die VRB-Veranstaltung reichen, hatte sich geirrt. So konnte der erste Vorsitzende Hermann Hipf viele dicht gedrängte Zuhörer begrüßen und gleich zu Beginn ein paar Punkte richtig stellen, die auf anderen Wahlveranstaltungen teilweise etwas ungenau dargestellt wurden. Dazu gehörte unter anderem auch der Fremdenverkehrsbeitrag, welcher schon seit 1978 erhoben wird und von „…allen selbständig tätigen, natürlichen und juristischen Personen gezahlt werden muss, denen durch den Fremdenverkehr Vorteile erwachsen.“ Zuletzt beschloss der Gemeinderat am 30.09.2013, „dass gemeinnützige Vereine im Rahmen ihrer ideellen Tätigkeit vom Fremdenverkehrsbeitrag befreit sind. Die Befreiung gilt nicht für Vereine, die zur Gewerbesteuer veranlagt werden. In Einzelfällen ist vom Gemeinderat eine gesonderte Beschlussfassung erforderlich.“ Somit wurde eine bestehende Satzung glattgezogen und von einem „abkassieren“ ehrenamtlich arbeitender Vereine kann somit keine Rede mehr sein.

Nachdem die anwesenden Gemeinderatskandidaten noch einmal die Gelegenheit wahr nahmen sich vorzustellen, ging Henning Wolf näher auf das Thema Breitbandversorgung ein. So beschäftigte sich z.B. der Arbeitskreis Gewerbe bereits Anfang Oktober mit dieser Thematik und führte mit einem Fachmann und einem Berater des Ministeriums am 25.11.2013 im Rathaus eine eingehende Diskussion hinsichtlich der Bestandsaufnahme, Anforderung und Bezuschussung. Eine schnelle Internetverbindung ist nicht nur für Firmen von Bedeutung, sondern auch für den Tourismus. Denn viele Gäste wollen auch im Urlaub nicht auf ihr Internet verzichten und wählen ihre Urlaubsorte entsprechend aus. Auch die Gastgeber sind immer mehr auf ein gut funktionierendes Internet angewiesen (IRS-Buchungssystem, Buchung per E-Mail, E-Commerce, Homepage etc.). Anhand von detaillierten Karten wurde ersichtlich, wie viele Ortsteile von Ruhpolding noch einer zusätzlichen Versorgung bedürfen. Es sollte daher schnellstens gehandelt werden, zumal die bayer. Staatsregierung den Breitbandausbau beschleunigen und großzügig bezuschussen will.

Beim Thema Jugend erläuterte Dr. Ulrike Pfeifer, warum der Jugendtreff geschlossen wurde. Leider ist es wie so oft der Fall gewesen, dass einige wenige sich nicht an Spielregeln hielten und somit eine ehrenamtliche Fortführung dieser Einrichtung nicht mehr vertretbar war. Natürlich sollen unsere Jugendlichen einen Treffpunkt haben und sich nicht am Bahnhof oder im Kurpark aufhalten müssen. Vorstellbar wäre eine professionelle Betreuung, für die jedoch die Mittel fehlen. Schön wäre auch eine bereits  nachmittags geöffnete Anlaufstelle. Auf alle Fälle soll diese Thematik weiter verfolgt werden, wofür sich die Jungendbeauftragte gern weiter einsetzt.

Der Feuerwehrkommandant Thomas Maier bemängelte, dass fehlende Rücklagen die Anschaffung neuer Geräte verhindern, um bei Einsätzen auf dem neuesten Stand zu sein. So hat z.B. die Drehleiter bereits 25 Jahre auf den Buckel und es steht eine Neuanschaffung an. Herr Finkenzeller warb für einen Einsatz von Solar- und Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Schwimmbads. Damit könnten viele Energiekosten im Bad eingespart werden. Zu Guter letzte kam wieder einmal der überhand nehmende Hundedreck zur Sprache. Eine Lösung dazu ist nicht so einfach und auch nicht in Sicht. So bleibt nur, noch mehr „Hundestationen“ aufzustellen und immer wieder an die Vernunft der Hundebesitzer zu appellieren. Denn gerade an Weiden und Wiesen besteht dadurch akute Gefahr für das Leben von Kühen.

Zum Schluss bat der erste Vorsitzende Hermann Hipf noch alle Anwesenden zur Wahl zu gehen und die Kandidaten zu unterstützen. „Alle Kandidaten der drei Listen (CSU, SPD, VRB) verdienen Respekt und ihr Mut und ehrenamtliches Engagement sollte entsprechend gewürdigt werden. Man darf durchaus anderer Meinung sein, aber das tägliche Handeln und die Diskussionen müssen immer von Respekt dem anderen gegenüber geprägt sein.“

Herzliche Einladung ergeht zur  30-Jahre-VRB-Wahlparty am 14.03.2014 um 20:00 Uhr im Kurhaus-Pub mit dem Motto „JUNG & ALT – nett beinand“ – mit Bierpreisen wie vor 30 Jahren.

Elke Loders

„Global denken, regional handeln, lokal profitieren“ VRB stellt ihre Kandidaten für die Wahl zum Gemeinderat auf

Ruhpolding. Bei einer sehr gut besuchten Versammlung im Hotel Ruhpoldinger Hof stellte die Gruppierung der Vereinigung Ruhpoldinger Bürger (VRB) 21 Kandidaten für die kommende Gemeinderatswahl auf. Der Vorsitzende der VRB Hermann Hipf sagte, es sei nicht schwierig gewesen, Kandidaten für die Liste zu finden, denn vor Weihnachten seien bereits genügend Ruhpoldinger bereit gewesen, zu kandidieren.

Bei der Vorstellung der Kandidaten begründeten viele ihre Bereitschaft für die Kandidatur bei der VRB damit, dass hier keinen Fraktionszwang gebe und eine gute Streitkultur vorhanden sei. Im jetzigen Gemeinderat stellt die VRB fünf Gemeinderäte, Hermann Hipf, Dr. Ulrike Pfeifer, Ludwig Böddecker, Sepp Hohlweger und Ferdinand Fiedler, der auch das Amt des zweiten Bürgermeisters inne hat, aber als einziger nicht mehr zur Wahl antritt. Sepp Zeller, der bisher ebenfalls sechs Jahre auf der Liste der SPD im Gemeinderat saß, tritt jetzt für die VRB an.

Hermann Hipf begründete die Tatsache, dass die VRB keinen eigenen Kandidaten für das Bürgermeisteramt aufstelle damit, dass Bürgermeister Claus Pichler viele Dinge sehr gut mache, so dass man „viel früher hätte anfangen müssen“, wenn jemand ihn ablösen wolle. Allerdings sagten er und Ludwig Böddecker, im Falle ihrer Wiederwahl würden sie im Gemeinderat künftig eine härtere Gangart einschlagen. Das „Führen einer Verwaltung“ gehöre nicht zu den Stärken des jetzigen Bürgermeisters, so dass es „eine gewisse eingefahrene Lethargie“ zu bekämpfen gelte. Auf jeden Fall wolle die VRB wieder den zweiten Bürgermeister stellen.

Das politische Ziel der VRB definierte der Vorsitzende zusammenfassend als „global denken, regional handeln, lokal profitieren. Das besondere Augenmerk der Gruppierung soll auf die Lebensqualität von jungen Familien und älteren Leuten gerichtet werden, auf die Entwicklung der Landwirtschaft und den Tourismus. Auch Natur und Umwelt sowie die Gemeinschaft in der Wirtschaft soll gestärkt werden.

In schriftlicher geheimer Wahl stimmte die Versammlung über die gesamte Liste ab. Zum Nachrückverfahren empfahl der frühere langjährige Gemeinderat der VRB, Pongratz Haßlberger, den Nachrücker an die Stelle eines ausgefallenen Kandidaten zu setzen, damit die übrigen Kandidaten ihren Platz behalten könnten. Erfahrungsgemäß würden viele Wähler sich die Nummern der Kandidaten notieren und danach abstimmen.

Als ersten Wahlbeauftragten bestimmte die Versammlung den Vorsitzenden Hermann Hipf, als Stellvertreterin Elke Loders.

Hier die Kandidaten der VRB in der festgelegten Reihenfolge:


  1. Hermann Hipf (41, Diplomwirtschaftsingenieur, Marketingleiter),

  2. Dr. Ulrike Pfeifer ( 59, Ärztin),

  3. Ludwig Böddecker (51, Landwirt, Machinenbauer, Bezirksalmbauer),

  4. Sepp Hohlweger (51, Biolandwirt, Gastwirt, Landratskandidat der Grünen),

  5. Alexander Kellndorfer (37, Rettungsassistent),

  6. Sepp Zeller (57, Landwirt),

  7. Monika Kloiber (46, Steuerfachgehilfin),

  8. Dietmar Schürholz (46, Geschäftsführer MayerTrans),

  9. Thomas Ringsgwandl (41, Maler, Musiker),

  10. Michael Leitner (32, Konfigurationsmanger),

  11. Kathi Daburger (31, Physiotherapeutin),

  12. Fritz Kecht (22, Student der Elektrotechnik),

  13. Markus Haßlberger (45, Ingenieur Versorgungstechnik),

  14. Hans-Jörg Plenk (35, selbstständiger Installateur),

  15. Kolja Zimmermann (40, Dipl.-Forstwirt, Leiter der LEADER Arbeitsgruppe Chiemgauer Alpen) ,

  16. Sebastian Steinbacher (33, Schreinermeister),

  17. Henning Wolf (50, Diplom-Soziologe, Inhaber einer Werbeagentur, Geschäftsführer Skibetriebe Ruhpolding),

  18. Robert Haßlberger (45, Labor-Ingenieur),

  19. Florian Müller (25, Koch, Soldat bei der Bundeswehr),

  20. Theo Weibhauser (45, Baufacharbeiter, Landwirt, Vermieter)

    und als Ersatzmann

  21. Wolfgang Loders (70, Maschinenbauingenieur in Rente, Berg- und Wanderführer).


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