Hotline Vereinigung Ruhpoldinger Bürger: +49 172 890 4871

1. Polit. Gipfeltreffen

Am Sonntag, dem 27. Oktober fand, bei bestem spätherbstlichem Wetter, das 1. politische Gipfeltreffen der VRB-Ruhpolding auf der Unternberg-Alm statt. Dank der hilfsbereiten Unterstützung der Rauschbergbahn (ein Dank geht besonders an der Betriebsleiter Toni Geisreiter und GF Herrn Schnaitmann) und der großzügigen Reservierung von Unternberg-Alm Pächter Florian Müller fanden viele VRB-Mitglieder und Interessierte den Weg zu diesem besonderen Frühschoppen.

Ein intensiv diskutiertes Thema war die kommende Aufstellungsversammlung der VRB-Ruhpolding am 12.12.2019. Viele Namen wurden durchgesprochen und sowohl das anwesende VRB-Gründungsmitglied Helmut Müller als auch unser VRB-CSU Bürgermeisterkandidat Justus Pfeifer brachten zahlreiche Ideen und Vorschläge ein. Schön festzustellen ist es, dass sowohl seit Generationen hier lebende als auch neu auch mit Ihren Betrieben hinzugezogene Ruhpoldinger großes Engagement in der Gemeindepolitik zeigen. 

Die wie so oft in der VRB offene, konstruktiv geführte Gesprächsrunde endete gegen 12:45

Die nächste Monatsversammlung findet bereits am 6.11. um 19:30 im Raum Zeller, Sepp, im Bahnhofsgebäude statt. Thema ist diesmal : Natürlich leben in Ruhpolding 

Es berichten u.a. der Almbauen und Gemeinderatsmitglied Ludwig Böddecker und die Ortsbäuerin Anna Maier.

Henning Wolf

MONATSVERSAMMLUNG OKTOBER

Der 1. Vorsitzende  Henning Wolf begrüßt um 19.45 Uhr 26 Teilnehmer zur Monatsversammlung Oktober  2019 im Hotel zur Post. Sein besonderer Gruß geht an den neuen Tourismusdirektor von Ruhpolding, Frank Oette, der sich heute den VRB Mitgliedern persönlich vorstellen möchte. 

Beginnend stellt VRB Mitglied Elke Loders ein Konzept zum Thema regionaler Dorfladen vor, welches sich in Ruhpolding etablieren könnte. 

Elke Loders hat unter anderem bereits den nun schon seit 6 Jahren bestehenden Bauernmarkt in Ruhpolding gemeinsam mit der Gemeinde ins Leben gerufen.

Das Modell Dorfladen Ruhpolding könnte ein Weg sein, um die Leerstände im Dorf zu beheben. Auch unsere Gäste würden von einer solchen Belebung profitieren.

Sie hebt hervor, dass es sich bei so einem Dorfladen nicht unbedingt um ein Geschäft für Lebensmittel handeln müsse. Auch Schuhe, Bücher, Geschenkartikel, Haushaltswaren, Parfümerie etc. könnten in einem solchen Dorfladen vertrieben werden. 

Die Gründung könnte in Form einer Genossenschaft erfolgen, an der sich jeder Bürger bei Interesse mit einer Einlage von z.B. 200,- € beteiligen kann. Das Konzept wäre sicherlich für Ruhpolding eine Bereicherung. Nur müsste dieses unter den Ruhpoldingern publik und interessant gemacht werden.

In der Runde entsteht eine rege Diskussion zu diesem Thema.

Anwesende Einzelhändler bringen ihre Erfahrungen ein. 

Eindeutig wurde festgestellt, dass geprüft werden müsse, welcher Bedarf besteht und  welche Produkte erfolgreich vertrieben werden könnten.

Die Frage des Vorsitzenden, ob man dieses Konzept weiter verfolgen sollte, wurde von 13 Teilnehmern befürwortet. 

Unser neuer Touristikdirektor Frank Oette bedankt  sich für die  Einladung durch den VRB und stellt sich vor. Herr Oette ist 46 Jahre alt, verheiratet, hat einen kleinen Sohn und ist in Kaiserslautern in der Pfalz geboren. Er hat Tourismus und Betriebswirtschaftslehre studiert. Nachdem er zuletzt in einer größeren Stadt die Verantwortung für den Tourismus inne hatte, ist er seinem innigen Wunsch gefolgt, in einem kleineren Ort im Süden der Republik seine berufliche Laufbahn fortzusetzen. Deshalb habe er sich bewusst für Ruhpolding entschieden.

Er hebt die guten Voraussetzungen für den Tourismus in Ruhpolding hervor!

Die Gastgeber haben viel getan und seien gut für die Zukunft gerüstet. 

Auch lobt er das Potenzial der Mitarbeiter der Touristikinformation und freut sich auf eine offene, transparente und kommunikative  Zusammenarbeit.

Seit seinem Antritt am 1. September 2019 hat er viele Informationen bekommen und wurde überall sehr offen aufgenommen. Jetzt freut er sich auf eine intensive Arbeit an seinem Schreibtisch.

Neben den guten Voraussetzungen in Ruhpolding gibt es auch gerade in den Objekten Kurhaus, Vita Alpina und der Rauschbergbahn viel zu tun, um dort einen zeitgerechten Standard zu erreichen.

Der große Schwung des Biathlon WeltCups müsse für den Tourismus über das ganze Jahr genutzt werden, so eine Vision von Herrn Oette.

Qualität vor Quantität!

Qualtität ist unsere Regionalität! bemerkte dazu unser VRB-CSU Bürgermeisterkandidat Justus Pfeifer.

Das Ziel muss sein, das Regionale als Marke zu vermarkten. Gerade bei den regionalen Produkten schaut der Gast nicht zuerst auf den Preis, sondern auf die Qualität. 

Egal ob Ruhpoldinger Honig, Ruhpoldinger Krippen, unsere genfreie Region, unsere beeindruckende Natur – all das könnte zu einer Marke werden!

Dieser Markenprozess ist die Vision von Herrn Oette. Er ist der Überzeugung, dass diese Vision realistisch und erreichbar sei. Doch für diesen gemeinsamen Weg braucht es Zeit und Geduld. Viele Fragen aus der Runde wurden von ihm aufgenommen, und soweit er es schon konnte , zufriedenstellend beantwortet.

Herr Oette bedankte sich für die Aufmerksamkeit und das Kommen der Teilnehmer und wies nochmals darauf hin, dass er sich sehr auf seine Arbeit in Ruhpolding freue, und sich ein offenes und transparentes Miteinander wünscht. Die Anwesenden verabschiedeten Herrn Oette mit einem großen Applaus. 

Großes Interesse zeigte die Runde zum Thema Flächennutzungsplan.

In der letzten Gemeinderatsitzung  stellte die CSU den Antrag, den neuen Flächennutzungsplan zurück zu stellen.

Wieder einmal werden die schlechte Kommunikation und die mangelnde Transparenz zu diesem Thema seitens der Gemeinde bemängelt.

Seit 3 Jahren wird mit Unterstützung der externen Beraterin Frau Prof. Dr. Pröbstl an diesem Prozess gearbeitet. Ziel sollte sein, unter Berücksichtigung des Bevölkerungszuwachses in Ruhpolding und Einplanung von Gewerbeflächen, die Möglichkeiten für einen neuen Flächennutzungsplan zu erarbeiten. Finale Entscheidung und Erkenntnis im letzten halben Jahr: In Ruhpolding geht eigentlich gar nichts mehr!

Mit den betroffenen Grundstückseigentümern hätte man im Vorfeld kommunizieren müssen. Den Eigentümern darf man diesbezüglich nichts ohne Informationen und Mitsprache aufzwängen.

Letztendlich war es wohl die richtige Entscheidung, den Antrag auf Zurückstellung zu stellen.

Fazit: Wenn kein neuer Flächennutzungsplan beschlossen wird, bleibt der Alte bestehen!

Fakt ist, dass der alte Flächenbebauungsplan jetzt noch Gültigkeit hat, aber nicht einwandfrei ist, da keine Veränderungen eingepflegt wurden.

Die Situation ist absolut unzufriedenstellend, es fehlt an Transparenz. 

Dafür spricht auch die Tatsache, dass Mitglieder des Gemeinderates beim Landratsamt Informationen zum Flächennutzungsplan einholten, die vom Bürgermeister noch nicht im Gemeinderat kommuniziert wurden, die aber womöglich eine Neubewertung des Flächennutzungsplanes zur Folge haben könnte. 

Transparenz wurde von der VRB schon vor langer Zeit gefordert!

Herr Heinemann hatte sogar Veröffentlichungen auf der Internetseite zugesagt!

 

Ende der Sitzung 22.20 Uhr

Detlef Jost

MONATSVERSAMMLUNG SEPTEMBER

Am 19. September fand die mit fast 30 Interessierten mehr als gut besuchte Monatsversammlung der VRB statt.

Als Gastreferenten waren unter anderem Otto Steinbacher, der Marktleiter für den Ruhpoldinger Wochenmarkt anwesend.

Den Wochenmarkt gibt es seit nunmehr 6 Jahren und 5-8 Händler versuchen den Grundnahrungsmittelbedarf mit regionalen und saisonalen Angeboten abzudecken.

Zu Diskussionen hat in den letzten Monaten das Ausscheiden eines der Händler auf diesem Markt geführt. 

Da die Marktgilde, der Ausrichter dieses Wochenmarktes, nicht umhinkommt, ab und an unangenehme oder für den Außenstehenden „unverständliche“ Entscheidungen treffen zu müssen hoffen, nach intensiver Diskussion jetzt alle Beteiligten, dass es wieder zur „internen“ Ruhe kommt. Wichtig ist, daß Angebot und Nachfrage passen, schön wäre es, wenn noch mehr Ruhpoldinger diesen besonderen Wochenmarkt besuchen und dort einkaufen würden – auch in der Herbst/Winterzeit, denn die Händler stehen dort jedes Wochenende.

Weiter ging es mit Christian Siglbauer und seinem neuen Geschäft „Pöschlhof“. Christian bietet schon seit 3 Jahren seine Bio-Eier und Geflügel vom eigenen Hof an. Nachdem die Winter in den letzten beiden Jahren doch wieder schneereicher und die Anfahrt zu seinem Hof im Brander Tal doch mitunter mühsam war, fragte er beim Ruhpoldinger Wochenmarkt nach einem Stand nach und bekam ihn recht schnell. 

Gleichzeitig waren Ludwig Böddecker und Rudi Rechl vom Hotel zur Post immer wieder am überlegen, wie man den regionalen Bauernstand weiter fördern könne. In Person von Christian Siglbauer war jetzt  die Verknüpfung gefunden, Landwirtschaftsamt, Gesundheitsamt und Veterinäramt waren schnell überzeugt und der Pöschlhof eröffnete diesen Mai sein Ladengeschäft. Neben Rindfleisch-Produkten von Ruhpoldinger Almbauern und immer wieder Wildbret von Willy Göttler freut sich Christian Siglbauer immer wieder, wenn örtliche Bauern und Erzeuger mit Ihren Produkten an ihn herantreten und ihm Ihre Produkte anbieten. Damit kann auch der Pöschlhof Laden zum Erhalt der Kulturlandschaft seinen Beitrag leisten. Es können und werden auch immer wieder kurzfristig Wild, Schaf, Fisch, aber auch Gurken und Kürbisse etc. angeboten. Christian ist wichtig, dass es sich für den Erzeuger rechnet, der über ihn Waren zum Verkauf anbietet.

Justus Pfeifer unser VRB/CSU Bürgermeisterkandidat stellte daraufhin fest, dass dies dass dies  ein gutes Beispiel wäre, wofür wir in Ruhpolding stehen. Denn Quantität können andere. Durch solche Engagements kann vielleicht auch das Hofsterben eventuell aufgehalten werden. Auch Gäste und Urlauber sind ganz begeistert von diesem Angebot, gibt es doch zu jedem Produkt die richtige Information und den regionalen Bezug (bis auf den Wein). 

Weiter ging es mit dem Freizeittreff in Ruhpolding, der von Anja Heigermoser und Gitti Linsmeier und Eltern seit Juli 2018 betreut wird.

Anfangs im 2-Wochen Rhythmus wird der Jugendtreff in der alten Tourist-Info am Kurpark nun seit langem wöchentlich geöffnet. Im selben Gebäude findet auch alle 4 Wochen das Jugendkino statt. Verständlich das die Nachfrage im Sommer geringer und im Winter dafür umso größer ist. 

Mit Erstaunen mussten Gitti Linsmeier, Anja Heigermoser und auch die Jugendbeauftragten der Gemeinde Ruhpolding feststellen, dass zu einem anberaumten Termin mit allen Skaterpark-Unterstützern und den Skatern zum Termin exakt KEINER gekommen ist – oder sich auch nur abgemeldet hat. Was das für den zukünftigen Skaterpark bedeutet sei dahin gestellt.

Nachdem noch ein weiteres wichtiges Thema auf der Monatsagenda stand wurde das Thema “Möglichkeit der Bildung einer Genossenschaft um fehlende Einzelhandelsbranchen im Dorf selbst anzubieten“ auf die nächste Monatsversammlung verschoben.

Die letzte Stunde dieser Monatsversammlung verbrachten die Anwesender damit unter Leitung von Nathalie Eiseler-May wichtige Themen für die zukünftige Aufstellung und Ausrichtung der VRB zu sammeln. 

Gegen 22:30 schloss der Vorsitzende der VRB Henning Wolf die September-Monatsversammlung.

AUFSTELLUNGSVERSAMMLUNG BÜRGERMEISTERKANDIDAT VRB

v.l.n.r Hermann Hipf, Fraktionssprecher VRB, Justus Pfeifer, Bürgermeisterkandidat VRB/CSU, Henning Wolf Vorsitzender VRB
v.l.n.r Hermann Hipf, Fraktionssprecher VRB, Justus Pfeifer, Bürgermeisterkandidat VRB/CSU, Henning Wolf Vorsitzender VRB

 Justus Pfeifer auch für VRB Bgm-Kandidat

Mit dem gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahlen 2020 will die Vereinigung Ruhpoldinger Bürger (VRB) ein starkes Zeichen setzen und gleichzeitig soll gezeigt werden, dass zwei Drittel im Gemeinderat den Wechsel beim Bürgermeisteramt im Rathaus mit einen jungen Kandidaten wollen, sagte VRB Vorsitzender Henning Wolf. Bei der Aufstellungsversammlung im Hotel Ortnerhof stimmten von den 33 wahlberechtigten VRB-Mitgliedern 23 für den 29-jährigen Bürgermeisterkandidaten Justus Pfeifer. Neun verweigerten ihm die Zustimmung zur Aufstellung und ein Stimmzettel war ungültig. Der verheiratete Offizier Pfeifer im fliegenden Dienst der Luftwaffe, oder kurz gesagt der Kampfjet-Pilot, wurde bereits im Dezember letzten Jahres von der CSU Ruhpolding als Bürgermeisterkandidat gekürt.

Die Aufstellungsversammlung war gut besucht und neben den 33 VRB Mitgliedern kamen zahlreiche interessierte Unterstützer der VRB. Bevor es zur Abstimmung kam, stellte sich der Bürgermeisterkandidat in spe der Versammlung vor und erläuterte seine Vorhaben, wie mehr Bürgernähe und die Möglichkeit jedem einzelnen Bürger im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten seine individuelle Freiheit zu gewähren, sein eigenes Leben und das seiner Familie attraktiv und lebenswert gestalten zu können, wenn er denn im März nächsten Jahres zum Bürgermeister von Ruhpolding gewählt werden sollte. Die Service-Einstellung der Gemeinde solle verstärkt und die Wirtschaftspolitik so ausgestaltet werden, dass interessierte Unternehmen und Gewerbetreibe unterstützt und ihnen Flächen angeboten werden sollten. Gleichzeitig soll jedoch auch der Tourismus weiter gestärket werden.

Warum er sich auch bei der VRB dem Votum stellt, als Bürgermeisterkandidat aufgestellt zu werden, liegt nach seinen Worten daran, dass er auf kommunaler Ebene als Gemeinderat immer mit anderen Parteien und fraktionsübergreifend das Beste für den Ort bewirken wolle, so Pfeifer. „Ich trete nicht gegen jemanden an, sondern für Ruhpolding!“, sagte Pfeifer. Je mehr er sich mit dem Für und Wider beschäftigte, desto mehr kristallisierte sich ein Punkt heraus um den es im Endeffekt gehe. Und zwar um die Heimat, sagte Pfeifer.

Vor der Abstimmung gab es eine rege Diskussion. Der Fraktionsvorsitzende der VRB, Hermann Hipf, ist für den Kandidaten Pfeifer, da er in Pfeifer einen jungen und dynamischen Ortsmanager sehe. Der Bürgermeister sei der Chef des ganzen Schiffs und schwinge dafür den Taktstock wie es in der Gemeinde vorangehen solle. Das fehle aktuell im Rathaus, so Hipf. Er sei der Ansicht, dass in Ruhpolding etwas Neues versucht und man das Schema verlassen müsse, für jede politische Gruppierung einen Kandidaten aufzustellen. Man könne nach jetzigem Stand davon ausgehen, dass zur Kommunalwahl in Ruhpolding im nächsten Jahr fünf Listen aufgestellt würden, sagte Hipf. Er habe die alte Struktur erlebt und darum lasst uns mit dem gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten Pfeifer eine neue Struktur umsetzten, so Hipf.

Das VRB Mitglied Konrad Fegg konnte sich mit der Konstellation nicht anfreunden, dass Pfeifer VRB Bürgermeisterkandidat werden sollte und zugleich der Bürgermeisterkandidat der CSU ist. Er befürchte, dass sich die VRB damit keinen guten Dienst tue. Aus weiteren Diskussionsbeiträgen war zu entnehmen, dass manche VRBler dadurch einen Verlust von einem Gemeinderatsmandat befürchten und dass Pfeifer sich auch um seine Parteikollegen kümmern muss und somit die VRB-Räte ins Hintertreffen geraten könnten. Ein Vorwurf ging in die Richtung, dass die Entscheidung zur Aufstellung von Pfeifer zum Bürgermeisterkandidaten nicht transparent gewesen sei und im Hinterzimmer beschlossen worden sei.

Auf den Einwand der mangelnden Transparenz führte Pfeifer an, dass es hier zahlreiche Gespräche mit der Fraktion und der Vorstandschaft gegeben habe und zusätzlich zwei Monatsversammlungen der VRB, die sich mit dem Thema beschäftigten. Der VRB Vorsitzende meinte, die Vorstandschaft und die VRB Fraktion hätten sich im Vorfeld Gedanken gemacht, welche Form gewählt werden solle und sie kamen letztlich zu dem Entschluss, mit dem gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten. Wobei es hierzu insbesondere in der Juni-Monatsversammlung Raum zur Diskussion gegeben habe, so Wolf. Aus der Runde der Diskutanten kam die Ansicht, dass ein eventuell künftiger Bürgermeister Pfeifer durch die gemeinsame Aufstellung der VRB eher mehr verpflichtet sei, als wenn die VRB nur eine Wahlempfehlung geben würde und sich die gemeinsame Kandidatenaufstellung eher positiv für die VRB auswirken würde.

Er, so Ludwig Böddecker, habe es leid, dass im Rathaus immer wieder wenige Gemeinderäte die Themen anschieben müssten und sie nicht vom Bürgermeister kämen. Er erwarte von einem Bürgermeister, dass dieser die Marschrichtung vorgebe. Eingehend auf die Bedenken, dass die VRB ein Mandat im Gemeinderat durch den gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten verlieren könne, fügte Böddecker an, wenn es so sein solle, dann wäre das für die Allgemeinheit.

Abschließend sagte Pfeifer, der auch einen akademischen Abschluss als Staatswissenschaftler mit der Spezialisierung auf Staatsrecht und humanitäres Völkerrecht hat, dass nicht mehr auf die vergangenen gegenseitigen Scharmützel oder gar Wunden, die einen vor fünf, zehn oder fünfzehn Jahren zugefügt worden seien, geschaut werden solle, sondern vielmehr auf die Zukunft der Gemeinde und die Heimat, um diese gemeinsam und miteinander zu gestalten und zu formen.   

Detfef Jost

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG VRB

Am 25. Juli fand im Wohlfühlhotel Ortner Hof die Jahreshauptversammlung der VRB-Ruhpolding statt. Der Vorsitzende Henning Wolf ist nun ein Jahr im Amt und er meinte, dass es für ihn ein arbeits- und erfahrungsreiches Jahr gewesen sei. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte ein Mitgliederzuwachs von 12 Personen verzeichnet werden und somit betrug die Mitgliederzahl zum Jahreswechsel 67 Personen. Die Berichte fielen auf Blick der anschließenden Kandidatenaufstellung zur Bürgermeisterwahl 2020 kurz aus.

Ruhpolding sei eine Gemeinde mit herrlicher Natur- und Kulturlandschaft und darum sollten die Biotope und die wertvollen vorhandenen Biodiversitätsflächen in einer Karte zusammengestellt werden, meinte Wolf. Die Kritik der Grünen, dass in Ruhpolding zu viel gedüngt und nieder gemäht werde, könne er nicht nachvollziehen, so der Vorsitzende. Bereits jetzt betragen nach den Worten von Wolf die wertvollen extensiven Flächen für die Artenvielfalt das Doppelte von dem, was im Volksbegehren „Rettet die Bienen“ gefordert worden ist.

Die zweite Bürgermeisterin Dr. Ulrike Pfeifer ging auf die Situation zu den Plätzen in den Kindertagesstätten ein. Sie meinte, dass in der Gemeinde alle Möglichkeiten genutzt würden, dass keinem Kind abgesagt werden müsse. Nachdem der Ausschuss für das „Wohnbauwerk“ in der Kritik stand, meldete sich Gemeinderat Ludwig Böddecker und meinte, dass neben bezahlbarem Wohnraum auch die Freizeiteinrichtungen zum sozialen Bereich gehörten. Und da könne Ruhpolding durchaus auf ein vielfältiges Angebot wie das Hallenbad und die Sportanlagen verweisen.

Fraktionssprecher Hermann Hipf informierte darüber, dass ein neuer Ausschuss für die Energie- und Wärmeversorgung gegründet wurde. Dies sei erforderlich, da der Vertrag mit dem Betreiber des Biomasseheizwerkes auslaufe. Der Verwaltungsausschuss habe momentan viele kleindetaillierte Aufgaben, sagte Gemeinderat und Ausschussmitglied Sepp Zellner. Es gehe im Grunde immer wieder um die Kosteneinsparung und eine effiziente Gestaltung der Abläufe. Er fügte noch an, dass es in Vergessenheit geraten sei, wie grün die VRB sei. Mit den Mitgliedern aus der Landwirtschaft würde in Ruhpolding schon vieles umgesetzt, wie die verschiedenen Pflegemaßnahmen, was von anderen aktuell erst gefordert werde. 

Detlef Jost

VRB Monatsversammlung Mai 2019

Monatssitzung 29.05.2019

Der 1. Vorsitzende  Henning Wolf  begrüßt um 19.40 Uhr 13 Teilnehmer zur Monatsversammlung Mai 2019 im Steinbach Hotel.

Zu Beginn berichtet er von den Ergebnissen der Europa Wahl vom vergangenen Wochenende. Die Wahlbeteiligung lag bei 58%.

Die abgegebenen Wahlstimmen stiegen von 2.036 bei der Europawahl 2014 auf 3.118 bei der Wahl 2019. Ein Anstieg der Wahlbeteiligung um gute 50%. 

Dabei konnte die CSU 4% auf 50,18% hinzugewinnen, die SPD verlor 50% Wählerstimmen oder 8 % und kam auf 8,11%, die Grünen gewannen auf 16,32% und die AfD verlor 2% oder 30% Wählerstimmen und kam auf 6%. 

Ulrike Pfeifer stellt fest, dass die VRB unbedingt wieder den „grünen Gedanken“ mehr leben und aufgreifen muss, da sie sich immer für die Pflege und Erhaltung unserer Natur- und Kulturlandschaft eingesetzt hat.

Henning Wolf informiert, dass die VRB in Zukunft die Mitglieder gerne wieder per E-Mail zu den Versammlungen einladen möchte. Dazu benötigt die VRB die DSGVO-konforme Zustimmung der Einzuladenden, die schriftlich erfolgen muss.  

Zwei interessierte Mitglieder, die sich gerne mehr für die VRB engagieren möchten, werden von H. Wolf vorgestellt. Generell besteht der Wunsch, neue Mitglieder zu werben. Schön wäre es, wenn jeder in seinem Umfeld Neuwerbungen tätigen könnte. Vor allem sollten auch  junge Menschen  für die VRB begeistert werden.

Über die Gründungsveranstaltung der Grünen wird berichtet. 

Die VRB ist für jede demokratische Partei, die sich in die Kommunalpolitik einbringt und engagiert.

Es gab während dieser Veranstaltung jedoch ein Hauptthema, das die Bewirtschaftung der Ruhpoldinger Landwirte in vielen Dingen in Frage stellt.

Wie man aus der Presse lesen konnte, gehen die Behauptungen (düngen, mähen, Mahd von Blühflächen) völlig an der Realität und Praxis vorbei.

Die VRB als einzige mit zwei aktiven Gemeinderäten aus dem Bauernstand vertretene Partei muss hier alle falschen Behauptungen und Äußerungen fachlich widerlegen und richtigstellen. Die hier geäußerten Redebeiträge sind ein Schlag ins Gesicht aller 82 Ruhpoldinger Landwirte. Fakt ist, dass unser Ort schon jetzt bei 1750 Hektar, davon 700 Hektar Bio (die Vorgaben des Volksbegehrens Artenvielfalt sind 20% - Ruhpolding hat jetzt schon 40%) und 113 Hektar Steilhangfläche, einen enormen Wert für Artenvielfalt und Biodiversität leistet.

Sogar die Untere Naturschutzbehörde mit Landschaftspflegeverband und Umweltverbänden kommen ständig in unser Dorf um Begehungen zu organisieren um die großen zusammenhängenden, einzigartigen Blumenwiesen zu erklären.

Liebe Grüne Gruppierung wäre es nicht wichtiger dieses große Potenzial gemeinsam zu bewerben und als Alleinstellungsmerkmal touristisch zu verkaufen um hier einen Mehrwert für die ganze Gemeinde zu generieren.

Was die Ruhpoldinger Flächenbewirtschafter gerade jetzt nicht brauchen können, sind Profilierungen und unqualifizierte Mutmaßungen.

Wichtiger wäre hier die Leistungen unserer Bauernfamilien herauszustellen, unsere Hofnachfolger zu ermutigen diese großartige Kulturlandschaft, wie wir sie jetzt vorfinden, für die nächsten Generationen zu erhalten, damit wir in hundert Jahren nicht nur noch nach schönen Bildern und Gemälden suchen müssen.

Die VRB legt sehr großen Wert darauf, dass den Gemeindemitgliedern zu diesen Themen die richtigen Fakten und Gegebenheiten vermittelt werden. 

Man kann feststellen, dass bereits vor der Gründung  der Grünen,  auch  ohne sehr viele Worte darüber zu verlieren, sehr viel „grünes Engagement“  von den Ruhpoldingern gelebt wurde! 

Es wurde festgestellt,  dass in Ruhpolding viele Dinge seit Jahren entschieden sind, aber dass nichts passiert oder nicht in Angriff genommen wird.

Deshalb sollten die Ruhpoldinger Bürger untereinander mehr reden und nicht nur auf Zeitungsberichte und Gerüchte hören. Es passiert auch sehr viel Gutes in unserem Dorf! Vieles wird oft schlecht geredet. 

Auf die Anfrage aus der Runde, ob in Ruhpolding das Zweitwohnungen Modell BGD umgesetzt wird. Zu diesem Thema war zu diesem Zeitpunkt  ist noch nichts beschlossen. Die Diskussion ergab, dass die Abläufe und das  Prozedere sehr unklar und nicht eindeutig seien.

Aktuell ist jedoch zu erfahren, dass der Gemeinderat dieses Modell auch befürwortet und für Ruhpolding beschlossen hat.

Kritisiert wurde, dass der Flächennutzungsplan im Internet sehr schwer zu finden ist.

In Inzell sei dieser viel offener und informativer gestaltet! In Ruhpolding fehlt hierzu die Transparenz.

Hermann Hipf  verfasst einen Antrag,  dass der Ruhpoldinger Flächennutzungsplan so wie in Inzell, offener dargestellt werden sollte. 

Herman Hipf stellt in der Versammlung Projekte vor, die an der Stelle vom alten ehemaligen Kiosk (gegenüber vom Bahnhof) eventuell entstehen könnten:

  • WC mit Bezahlung
  • E-Bike Ladestation 
  • Wohnfläche mit ca. 100 m2
  • Überdachte Sitzfläche mit Infotafel und Grünfläche (Wandertreffpunkt).

Den meisten Anwesenden war der letzte Vorschlag am sympathischsten! Henning Wolf bemerkte, dass die Fahrradindustrie davon ausgeht, in 10 Jahren nur noch E-Bikes herzustellen und deswegen in einem Tourismusort wie Ruhpolding ein immenser Bedarf an Ladestationen für E-Bikes entstehen und dieser Punkt großzügig mit in die Planungen aufgenommen werden sollte. 

Es wurde angemerkt, dass es eine Bestimmung gibt, dass der Blick in das Dorf zum Kurpark vom Bahnhof aus, nicht versperrt werden darf.  

Die Anfrage, ob das A-ja Hotel vom Bahnhof aus mit Hinweisschildern ausgewiesen wird, wurde eindeutig verneint und auf die bestehende Regelung für Hinweisschilder verwiesen.

Der Werksausschuss Chiemgau Arena meldet große Schäden aufgrund der Schneemassen im vergangenen Winter an den Schanzen! 

Die Fundamente sind stark beschädigt.

Folgende Maßnahmen müssen  überdacht werden:

  • Sanierung der Beschädigung
  • Rückbau
  • Nicht mehr nutzen
  • Neubau
  • Teilsanierung/Teilneubau.

Alle Aktionen wären mit sehr hohen Kosten verbunden. Wenn eine 90 prozentige Bezuschussung erfolgen würde, könnte man über einen Neu- bzw. Umbau nachdenken.

Es wurde abschliessend angeregt, die Dreißiger Zone schon vom Kreisverkehr zum Bahnhof  hin bis zum Ortskern zu erweitern.

Ende der Sitzung 22.30 Uhr

Detlef Jost

VRB Monatsversammlung April 2019

Monatssitzung 03.04.2019

Der 2 . Vorsitzende Thomas Ringsgewandl begrüßt um 19.30 Uhr 12 Teilnehmer zur ersten Versammlung in 2019 im Ruhpoldinger Hof.

Am 11.04.2019 findet eine Bürgerversammlung statt. Eine Möglichkeit für Interessierte ihre Themen anzusprechen.

Er teilte mit, dass eine externe Beraterin Fr. Prof. Dr. Pröbstl den Flächennutzungsplan für Ruhpolding erläuterte. Sie zeigte auf, wo Bebauung noch möglich ist. Die Flächenkarte wurde erörtert. Es stehen noch 12,5 Hektar zur Verfügung. Die Gemeinde plant 6,5 Hektar anzupacken. Es wird wohl einen langen Prozess geben, bis ein Plan durch ist. Ferner zeigte sie auf, wo es sich um Wohngebiet, Mischgebiet und landwirtschaftliche Fläche handelt. Es gab Überlegungen, welche Fördermöglichkeiten  in Frage kommen könnten. Wenn überhaupt, dann nur vom Freistaat Bayern. Auch eine Zeichenerklärung zum Flächenplan erfolgte.  Auch die Bevölkerungsentwicklung in Ruhpolding bis 2030/2035 wurde erläutert. 

In einer Diskussion zu dem Thema Bebauungsplan kamen der Wunsch und Vorschlag auf, die vielen Hektar Blühwiesen  im Gemeindeanzeiger aufzuzeigen, und diese im Marketing für Ruhpolding  offensiv zu bewerben. Es soll beschrieben werden,  wo die FFH-Flächen und  Biotope zu finden sind. 

Wunsch aus der Runde: Die Präsentation der öffentlichen Sitzungen des Gemeinderates sollen offen und transparenter gestaltet werden.

Für die Chiemgau Arena soll es eine Neuaufstellung  des Bebauungsplanes geben. Die Neuaufstellung gilt nur innerhalb der Arena! Seit der Umwandlung steht der Gedanke im Raum, wie man in der Arena mehr Einnahmen erwirtschaften könnte. Hierfür sind einige Ideen für die Weiterentwicklung der nächsten Jahre vorhanden. Der Bebauungsplan soll so ausgerichtet sein, dass eventuelle mögliche Maßnahmen unbürokratischer verwirklicht werden können.

Ruhpolding hat die Zusage für die Durchführung des Weltcups für die nächsten 5 Jahre. 

Bei der letzten Gemeinderatssitzung stimmte die VRB Fraktion gegen einen erneuten Aufstellungsbeschluss für den Geltungsbereich des  Bebauungsplanes  Wasen –Obervachenau, weil der endgültige Standort des Rinderstalles immer noch nicht geklärt wurde. Mit knapper Mehrheit wurde dieser Beschluss aber vom Gemeinderat befürwortet.  

Diskutiert wurde über die Situation im Holzknechtmuseum. Wunsch zu  mehr Information zu diesem Thema in die Gemeinde. Es sollten mehr Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Holzindustrie erfolgen.

Die Vergabe der ausgeschriebenen Baugrundstücke im Baugebiert Griessenfeld ist fast vollständig abgeschlossen. Das Punktesystem zur Vergabe wurde gerecht und  erfolgreich umgesetzt. Es gab 30 Bewerber für 8 Grundstücke.

Im  Waldstadion werden die Leichtathletik Schulsportanlagen saniert.  Die Bauarbeiten soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Neben der Grundsanierung der Laufbahn und Nebenanlagen wird auch der der Zugang zu Tribünen und Gaststätte in Zukunft barrierefrei sein. Das Hauptrasen - Spielfeld ist von diesem Fördertopf  (Art.10  Kommunaler Hochbau) nicht betroffen. Hierzu müssen noch Prüfungen zu einer möglichen Förderung erfolgen.

Für die Unternberg Wasserversorgung wurde eine Studie und eine Kostenschätzung in Auftrag gegeben. Neben der Unternberg Alm sollen auch die Bergstation und die Boider Kaser Alm mit versorgt werden. Eine Förderung von 75 % durch das Land Bayern steht Raum. Der Rest muss von den Eigentümern getragen werden.

Am Rathaus wird eine Dachsanierung vorgenommen. Das alte Dach kann die Schneemassen nicht mehr tragen.  Auch soll das Rathaus barrierefrei werden.

In den Räumlichkeiten der ehemaligen Metzgerei Reschl entsteht ein Laden, in dem eine große Palette  regionaler Produkte angeboten werden soll. 

Die Ausschreibung für die neue Gasversorgung ist im Bundesanzeiger erfolgt.

Baubeginn in 2020.

Um 22.15 Uhr wurde die Sitzung beendet.