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Monatsversammlung Oktober

VRB-Monatsversammlung Oktober  

 

Am 25.10.2018 konnte der 1. Vorsitzende Henning Wolf 26 Mitglieder und Gäste im Held`s Vital Hotel begrüßen.

Erstes großes Thema war die Entwicklung und Situation im  Tourismus Bereich. Wie bereits bekannt, scheidet Tourismus Direktor Markus Stuckmann zum 30.11.2018  aus. Es wurde explizit darauf hingewiesen, dass Herr Stuckmann aufgrund besserer beruflicher Perspektiven gekündigt hat! Das sei auch bitte so zu respektieren.

Ruhpolding hat in der vergangenen Saison (November 2017-September 2018) ein Rückgang von 2% bei den Übernachtungen und 0,2 % bei der Anzahl der Gäste zu verzeichnen. Dieser Ruhpoldinger Trend spricht gegen die Entwicklung im Chiemgau. Es gab im Chiemgau einen Zuwachs von 5% bei den Übernachtungen und bei der Anzahl der Gäste sogar ein Plus von 8,5%. Auch Inzell kann sich über einen leichten Zugewinn bei den Übernachtungen von 2% freuen. 

Die Bereiche Tourist-Information und RTG Ruhpolding sollen nun endgültig in Zukunft neu organisiert und strukturiert werden.

Die gemeindlichen Liegenschaften Vita Alpina, Eishalle und Kurhaus wurden in der Vergangenheit von der RTG verwaltet und schliessen jährlich mit einem Verlust von ca. 1 Million ab.

Der nun eventuell zu trennende Bereich Liegenschaften könnte jetzt durch einen neuen Geschäftsführer geführt werden. Dieser müsste sich dann auch um die wirtschaftliche Entwicklung der Liegenschaften kümmern. Diese werden in der Übergangszeit von Martin Heinemann (Geschäftstellenlkeiter der Gemeinde) kommissarisch geführt. Auch der Unternberg soll eventuell den Liegenschaften zugeordnet werden.

Der Tourismus (Marketingabteilung und Tourist-Info) wird zusammengelegt.

Hier wird zum 1. März 2019 ein kreativer Kopf mit den Schwerpunkten Marketing und Personalführung gesucht. Dazu liegen schon viele Bewerbungen mit verschiedensten Bewerbern vor. Der zukünftige Leiter wird ein Angestellter der Gemeinde sein mit dem Ziel,  geordnete Verhältnisse in beiden Bereichen ab 2019 zu schaffen. Ein Tourismusausschuss (aus Mitgliedern des Gemeinderates) soll mit Mitspracherecht und Kontrollfunktionen agieren.  

Aus der Runde kam zum Punkt Chiemgaukarte die Anregung an die Gemeinde, sich mit dem neuen - ab 01.07.2018 gültigen - Euro-Gesetz „pauschaler Reiseveranstalter“ zu befassen. Zu diesem Thema gibt es zwar noch keine konkreten Abmahnungen oder Urteile, aber in der TI  ist  Informationsmaterial zur Vermeidung von Abmahnungen vorhanden. Diese ganze Thematik ist sehr schwammig. In Reit im Winkel leistet der Gast wohl zwei Unterschriften. Einmal für die AGB der Service-Karte und einmal für das Meldewesen (Ähnliches wird auch für Die Chiemgau-Karte angedacht).

Eine große und anhaltende Diskussion gab es zu dem Thema  Gasversorgung. Viele Erfahrungen aus der Vergangenheit wurden in die Runde getragen.

Die Frage, wie ökologisch eine Gasversorgung ist, kam auf. 

Fakt ist, dass die Wärmeversorgung über das Hackschnitzel-Heizwerk zum Jahr 2020 neu vergeben werden muss.. 

Ein Gaskraftwerk mit Kraft/Wärme-Koppelung (und damit eigener Stromerzeugung) könnte das bestehende Fernwärmenetz sinnvoll ergänzen und in der Nähe vom Vita Alpina entstehen. 

Eine Gasversorgung könnte über eine Trasse von Adelholzen/Bergen über Maria Eck nach Ruhpolding gelangen. Das Ganze gestaltet sich sehr aufwendig, da  sehr viele private Grundstückseigentümer dem Verlauf der Trasse zustimmen müssen. Es ist auch kein anderer oder einfacherer Verlauf möglich.

Auch zu diesem Thema fehlen viele konkrete Kenntnisse und verbindliche Aussagen. Fakt ist, dass jetzt in die Planung gegangen werden muss. Optimal wäre eine Versorgung im Sommer durch Gas und Strom, und im Winter durch Hackschnitzel. Die Teilnehmer würden sich zu diesem Thema mehr Aufklärung wünschen. Z.B. ob sich auch private Nutzer - und wenn ja - in welchem Umfang, an eine Gasversorgung anschließen können. 

Die Gemeinde muss in dieser Angelegenheit ihre Hausaufgaben machen und 

die Grundlagen für eine Entscheidung vorantreiben und die Bürger möglichst rasch mit einbeziehen. 

Auch der VRB wird weiterhin Druck auf die Gemeinde ausüben, damit weitere

konstruktive Gespräche mit Anbietern geführt werden, die zu einer zufriedenstellenden Entscheidung führen sollten. Auf jeden Fall kommen auf die Gemeinde im Augenblick keine Kosten zu, da es sich um normale Ausschreibungen handelt.

Thomas Ringsgwandl vom  Bauausschuss teilte mit, dass die neue Ortsgestaltungssatzung abgesegnet ist!

Kompliment geht an Hermann Feil, der durch sein Engagement für Struktur gesorgt und somit Konflikte entschärft hat.

Die Beschlüsse sind in Kürze auf der Rathausseite im Internet nachzulesen.

Die Satzung wurde deutlich entschärft, in der Hoffnung, dass die Regeln eingehalten werden. Jeder ist in der eigenen Verantwortung und sollte bei Verstößen Meldung an die Gemeinde machen. 

Diese macht dann eine Meldung an das Landratsamt.

Über die Situation „Stall in Wasen“ wurde  berichtet. Der neue Standort wurde nun auch wieder in Frage gestellt. Hierzu gibt es neue Beschwerden.  Eine Entscheidung wird im Januar 2019 erwartet. Es ist zu erwähnen, das sich Herr Plenk in den letzten Monaten an seine Zusagen gehalten hat.

Hermann Hipf und Ludwig Böddecker aus dem Sportausschuss informierten über die Sanierung des Waldstadions. Der Sportverein hat sich konkrete Gedanken gemacht, um die Kosten im Rahmen zu halten:

Sanierung Laufbahn und Rasenplatz      € 1,150.000 

Nur Laufbahn/Weitsprunganlage          €     820.000 

Für die Sanierung ohne Rasenplatz können Zuschüsse aus einem Förderprogramm von ca. 520.000 € erhalten werden, so dass nur ein Eigenanteil von rund € 300.000  finanziert werden muss.

Das Loipensystem soll im Winter 2018/19 auf den Tafeln aktualisiert und angepasst werden. Die Präparierung der Loipen wird anders signalisiert und über entsprechenden Apps abrufbar sein.

Über die schwierige Lichtsituation am Fußgängerüberweg Hallenbad/Schule wurde erneut ausgiebig diskutiert. Die Markierungen sind schlecht und gerade im Winter ist der Zebrastreifen sehr schlecht ausgeleuchtet. Im Frühjahr 2019 soll die Straße in diesem Bereich saniert und in diesem Zuge soll über eine Optimierung nachgedacht werden. 

Auch wurde abschließend noch über die gefährliche Verkehrssituation in der schmalen Stichstraße Richtung Kindergarten gesprochen. Hermann Hipf nimmt sich dieser Angelegenheit an.

Anregung aus der Runde:

Grundthemen der Ausschüsse und der Gemeinderatssitzungen sollten im Gemeindeanzeiger und im Internet veröffentlicht werden. 

Henning Wolf bedankte sich bei den Teilnehmern für die konstruktiven Vorschläge und schloss die gegen 23 Uhr.

Detlef Jost

VRB Monatsversammlung Juli 2018

Am 19. Juli begrüßte der 1. Vorsitzende der VRB, Henning Wolf trotz des hochsommerlichen Abends zahlreiche Mitglieder und Neugierige. Auf dem Themenblock standen neue Informationen zu Chiemgau Arena und als Hauptpunkt: Energie aus Ruhpolding für Ruhpolding mit dem Theneo-Geschäftsführer Oliver Huber als Gastredner.

Von der Chiemgau-Arena, die ja seit 1.Mai als Eigenbetrieb fungiert und innerhalb der nächsten Jahre komplett auf eigenen Beinen steht, gibt es einige Neuigkeiten. Natürlich musste erst einmal die Personalsituation auf die neue Situation angepasst werden, da ja ab sofort Aufgaben die sonst die Tourist Info bzw. RTG und die Gemeinde übernommen haben nun Inhouse durchgeführt werden. 

Als ganz wichtigen Punkt konnte die Vermarktungsagentur tri:cepsfür die CAR gewonnen werden. tri:ceps. vermarktet unter anderem Biathlon auf Schalke, die BOB-WM in Winterberg, die Damenskisprung Weltcups in Deutschland, hat als Athleten-Management Laura Dahlmeier, Magdalena Neuner, Lena Schöneborn (u.a. Olympiasiegerin Moderner Fünfkampf), Fußballerin Inka Grings u.v.a. unter Vertrag, hat Kooperationen mit dem DSV und dem Snowboard Verband Deutschland. 

Werbeflächen sollen ganzjährig vermarktet werden, Stadionführungen mit komplett neuen Wegführungen, beschilderter „Highlights“, mehrsprachig, zu festen Terminen mit Voranmeldemöglichkeiten buchbar, Segway-Touren und natürlich Biathlon-Schießen mit Fritz Fischer erschlossen und gewinnbringend vermarket werden – es tut sich also dort einiges, es kann aber auch nicht von heute auf gleich gezaubert werden.

Sehr erfreut waren alle Anwesenden, als bekannt wurde, dass die Vorverkaufszahlen gegenüber dem sehr positiven letzten Weltcup noch einmal deutlich zulegen konnten und die attraktivsten Plätze bereits jetzt ausverkauft sind!

Dann berichtete Hermann Hipf über den Stand der Untersuchungen Hackschnitzelheizwerk in Ruhpolding und Oliver Huber, Geschäftsführer der Ruhpoldinger Firma Theneo über ein mögliches Zukunft-Szenario unserer Fernwärme.

Zu unserem Heizkraftwerk ist zu berichten, dass die Versorgungsleitungen, entgegen den Vermutungen nach den ersten Analysen von Daten des bisherigen Betreibers MVV völlig in Ordnung sind, jedoch die interne Technik des Heizhauses mit dem Heizkessel veraltet und z.T. auch erheblich verschlissen ist. 

Jetzt kommen die Erfahrungswerte und Informationen von Oliver Huber hinzu. 

Das bisherige Heizwerk mit Fernwärmenetz ist durch die Großabnehmer Vita Alpina, Freibad, Eishalle, Turnhalle, Grund-und Hauptschule, Kurhaus, Rathaus und einige private Großabnehmer weitgehend ausgelastet und hat kaum noch Spielraum für weitere Anschlüsse. 

Das alte Hackschnitzelheizwerk kann nur Wärme produzieren, die weitgehend CO2-neutral ist, wenn nur, wie in Reit im Winkl seit Jahren praktiziert, ausschließlich Holz aus der nahen Umgebung angekauft wird. In der wärmeren Jahreszeit und besonders in den heißen Sommermonaten fährt diese Anlage nur im Schwachlastbetrieb und damit ineffizient, während Sie in der kalten Jahreszeit mit einer hohen bis maximalen Leistung läuft. Bei Spitzenauslastung und/oder an besonders kalten Tagen benötigt sie auch Unterstützung seitens des vorhandenen Ölkessels. 

Hier kommt der Ansatz von Oliver Berghamer als Sachverständiger für Fernwärme und Oliver Huber/ Theneo ins Spiel. 

Sie schlagen vor, die neue Energiezentrale für die Fernwärmeversorgung Ruhpolding mit einem Blockheiz-kraftwerk (BHKW) auszustatten. Ein BHKW kann gleichzeitig Wärme und Strom produzieren. Das angedachte BHKW sollte möglichst in der Nähe des Vita Alpina stehen und in direkter Nähe zum größten Wärmeabnehmer in das Fernwärmenetz einspeisen. Damit kann der erste Trassenabschnitt vom Heizwerk zum Vita-Alpina entlastet werden.

Das BHKW würde mit Erdgas betrieben werden. Die Gasversorgung steht bereits in Inzell und in Siegsdorf. Ruhpolding könnte in den nächsten 2 Jahren auch angeschlossen werden. Moderne BHKW arbeiten mittlerweile mit einem elektrischen Wirkungsgrad von > 40 % und einem Gesamtwirkungsgrad von > 90%. Das BHKW könnte das Vita Alpina, das Freibad, die Schule und Turnhalle nicht nur mit Warmwasser, sondern auch mit Strom versorgen. Im Sommerbetrieb kann das BHKW hocheffizient die komplette Wärmeversorgung des bestehenden Fernwärmenetzes garantieren und produziert dabei zusätzlich noch eigenen Strom. Ab der kühleren Periode könnte dann ein modernisiertes, auf den neuesten Stand gebrachtes Hackschnitzelheizwerk mit Erdgas-Spitzenlastkessel hinzugeschaltet werden. Mit einem einfachen Kniff hätten wir die Kapazitäten fast verdoppelt und könnten Hotels und andere Wärmeabnehmer im Ortszentrum neu an das bestehende Netz anschließen. 

Und um nicht wieder an einen Betreiber zu geraten, der die Anlage der Gemeinde anpachtet und nach eigenen Vorgaben betreibt und instandhält, wäre es ratsam, diese Versorgung in die eigenen Hände zu nehmen. Dies wäre durch eine Mischung von Eigenbetrieb mit Beteiligung der Ruhpoldinger Bürger oder Firmen zu erreichen.

Auch wenn das Thema Gas bei einigen auf Vorbehalte stößt (wie Heizöl ebenfalls), dürfen wir nicht vergessen, auch Waging a. See oder Reit i. Winkl müssen immer noch zur Sicherheit auf das Heizöl zurückgreifen. Erdgas ist die umweltfreundlichere, deutlich CO2-reduzierte, saubere, effektivere Variante – auch was die gemeinsame Strom/Wärmeproduktion betrifft. Zudem muss zukünftig verstärkt regenerativer Strom aus PV-und Windanlagen gespeichert werden. Mit inzwischen stark verbesserten Wirkungsgraden (ca. 70 %) kann dieser Strom aus erneuerbaren Energien mit der "Power-to-Gas" Methode in Methan (Hauptbestandteil von Erdgas) umgewandelt und in die vorhandenen Erdgas-Leitungs-und Speicher-Infrastruktur eingespeist und gespeichert werden. Damit wird Erdgas zukünftig mehr und mehr regenerative Anteile enthalten und einen Primärenergiefaktor von deutlich unter 1,0 aufweisen (heute 1,1). 

Anbei 2 interessante Links:

http://www.et-energie-online.de/Zukunftsfragen/tabid/63/NewsId/204/PowertoGas--Speicheroption-fur-die-Zukunft.aspx

http://www.powertogas.info/fileadmin/content/Downloads_PtG_neu/Fachbroschuere_Power_to_Gas_Integration.pdf

Schließlich hatten wir auch einmal eine eigene Stromversorgung und legten Gott sei Dank unser gesamtes Stromnetz unter die Erde und erfreuen uns und unsere Gäste seitdem mit einem strommastfreien, Ortsbild.

Ruhpolding hat jetzt ein sehr sehr kleines, enges Zeitfenster um aus der Vergangenheit zu lernen, die früher gut funktionierende Gemeinschaftsverantwortung im Ort wieder in die eigenen Hände zu bekommen und die Zukunft der Ruhpoldinge Energieversorgung selbst zu bestimmen. 

Die Bürger und die Verwaltung der Gemeinde könnten und sollten sich jetzt zusammensetzen , denn in einem Jahr ist dieser Zug wieder für 15-20 Jahre abgefahren.

Die einheilige Meinung dieses VRB-Monatsabends war, dass schnellstens eine Arbeitsgruppe aus Gemeinderat, Fachleuten und Beratern zusammengestellt werden sollte (ähnlich wie der Werkausschuss Chiemgau-Arena), der die nächsten Schritte zielführend und im Detail auf den Weg und in die Öffentlichkeit bringt.

Dass der Gesprächsbedarf nach diesen eindringlichen Worten sehr groß war ist verständlich und am liebsten hätten die Anwesenden sich gleich aufgemacht und die nächsten Schritte getan.  Es ist jetzt wichtig, sprichwörtlich alle Parteien ins selbe Boot zu holen, denn hier geht es um die Weichenstellung für unsere Heimat.

Gegen 22:30 beendete Henning Wolf die sicher interessanteste VRB-Monatsversammlung seit Monaten.

 

HW

VRB Jahreshauptversammlung 2018

Hermann Hipf, Henning Wolf und Thomas Ringsgwandl

Am 4. Juli begrüßte der VRB der 1. Vorsitzende Hermann Hipf die über 20 anwesenden Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. 

Gleich am Anfang wurde dem im letzten Jahr verstorbenen langjährigen Vereinsmitglied Franz Ringsgwandl sen. gedacht – er wird nicht nur der VRB mit seinen Gedanken und seinem unermüdlichen Tatendrang fehlen. 

Im letzten Jahr hatte die VRB 7 Monatsversammlungen und 6 Vorstandssitzungen, bei dem auch teils kontrovers diskutierte Themen wie der geplante Rinderstall in Wasen, die Neuausrichtung der Chiemgau Arena, die neue Tourist-Info und der gelungene Umbau des Bahnhofes, des Öfteren das Thema Kinderkrippenplätze, die Wasserversorgung West und vieles andere besprochen wurde. 

Seit nunmehr 4 Jahren erweist sich der Weihnachts-Wunschbaum als immer größer werdender Erfolg, der zwar für die Verantwortlichen Gitti Linsmeier und Henning Wolf mit sehr viel Arbeit verbunden ist, die wachsende Nachfrage nach „alltäglichen“  Wünschen aber auch die Notwendigkeit einer solchen Aktion zeigt. Besonders gedankt werden sollte an dieser Stelle auch noch einmal Sigrid Haitzer und Maria Haßlberger, die unsere Idee tatkräftig unterstützen.

Weiterhin haben wir im Frühjahr 2018, nach über 3 Jahren, das auf der VRB-Internetseite eröffnete Mängelformular schließen können, da die Gemeindeverwaltung selbst ein solches Formular eingerichtet hat. Es freut uns, dass wir auch hier den Servicegedanken etwas voranbringen konnten. Waren es auch nicht viele Mängel die angemeldet wurden, so wurde doch jede Meldung ernst genommen und behandelt. 

Hermann Hipf gab einen kurzen Überblick über die große Fülle an Themen, mit dem sich der Gemeinderat im letzten Jahr beschäftigt hat. Über fast jeden Punkt hätte man jetzt lange sprechen können, es zeigte aber allen Beteiligten, wie umfangreich die Arbeit unserer Fraktion ist und wie zufrieden man sein kann, wenn die VRB sich immer wieder mit Verbesserungen für die Ruhpoldinger Bürger durchsetzen kann. 

Weiter ging es mit der Präsentation der Übernachtungszahlen und den einzelnen, teils sehr hohen Kosten der touristischen Einrichtungen, die von der Gemeinde gestemmt werden müssen. Allen Anwesenden ist klar, dass dieser Bereich jetzt wirklich aktiv angegangen werden muss, nachdem der Transformationsprozeß der Außenpräsentation (Internet, Imagekatalog, Werbung, etc.) erfolgreich durchgeführt wurde. 

In diesem Zuge wurde auch die verwirrende Struktur zwischen Tourist-Info und Ruhpolding Tourismus GmbH kurz erläutert, die ja schon 2013 geändert werden sollte und jetzt hoffentlich bald in Angriff genommen wird.

Den Bericht des 1. Vorsitzenden beendete Hermann Hipf mit der Nachricht, dass er nach 4 Jahren als 2. Vorstand, 6 Jahren als 1. Vorstand und nunmehr 10 Jahren als Gemeinderat beruflich weitere Verantwortung und zusätzliche Aufgaben übernehmen darf und es deswegen zeitlich nicht mehr schafft, neben seiner Funktion als Fraktionsvorsitzender und Gemeinderat auch noch Vorstand der VRB zu sein. 

Dieses Amt wird nun nach erfolgreicher Wahl der bisherige 2. Vorsitzende Henning Wolf übernehmen.

Unter großem Applaus und Dank beendete Hermann Hipf seinen Bericht. 

Es folgte der Bericht der 2. Bürgermeisterin Ulrike Pfeifer, die sowohl im Rechnungs- Prüfungsausschuss als auch im Verwaltungsausschuss sitzt und seit Jahren sehr konsequent darauf achtet, dass die Finanzen der Gemeinde in Ihrem Rahmen bleiben. Diese Arbeit spielt sich zwar im Hintergrund ab, ist aber von großer Bedeutung und viele Ruhpoldinger wissen es zu schätzen, wie unsere 2. Bürgermeisterin auch mal „unbequem“ werden kann, wenn es dem gesamten Ort dient. Darüber hinaus unterstützt Ulrike Pfeifer den Bürgermeister in vielen Bereichen (z.B. Notartermine, Repräsentationsaufgaben, Gratulationen u.v.m.) Dadurch findet Sie immer wieder soziale Brennpunkte, die auf der Jahreshauptversammlung kurz angesprochen wurden und mit denen wir alle uns in naher Zukunft intensiver beschäftigen müssen. Nicht jedem Bürger der Gemeinde geht es (finanziell) gut und je früher man Probleme auftauchen sieht und eventuell beseitigen kann, umso mehr profitieren wir alle davon. Die Vereinsmitglieder waren sich einig, dass Ulrike Pfeifer Ihr Amt mit großem Engagement ausübt.

Anschliessend folgte der Bericht des Schatzmeisters Jochen Metzger und der Bericht des Kassenprüfers Gerhard Guggenbichler, der die ordentliche Kassenführung bestätigte. Die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft durch die Vereinsmitglieder war danach selbstverständlich.

Im Anschluss standen die Neuwahlen an. Da Hermann Hipf, Jochen Metzger und Gitti Linsmeier ihr Amt niederlegen wurde fast der gesamte Vorstand per Akklamation ebenfalls einstimmig neu gewählt.

Neuer 1.Vorsitzender wird Henning Wolf, der nach 4 Jahren als 2.Vorsitzender schon reichlich Erfahrungen und Einblicke in die Arbeit der Gemeinde, des Gemeinderates und der VRB sammeln konnte.

Ihm zur Seite stehen Thomas Ringsgwandl als 2. Vorsitzender, Detlef Jost als Schriftführer, Gerhard Guggenbichler (Gründungsmitglied der VRB) als Schatzmeister und Fritz Kecht jun. als Beisitzer. 

Alle Neugewählten dankten den Mitglieder für Ihre Wahl und das entgegengebrachte Vertrauen.

Es folgten die Berichte der Gemeinderäte. 

Von Thomas Ringsgwandl wurde der neue, geplante Kreisverkehr in Hinterpoint detailliert erklärt (Baubeginn ca. 2020), Varianten zum Radweg Zellerstraße, der Stand zum sogenannten „Schwarzbau“ am Zellerberg sowie einige andere Punkte aus den Ausschüssen besprochen. Noch einmal ausführlich wurde der Zeitplan des Bauantrages zum Stallbau in Wasen von Ludwig Böddecker dargelegt. Er beschrieb die einzelnen Phasen im Bauausschuss und warum anfangs alle Bauauschussmitglieder für den Bau stimmten. Auch trotz der Bedenken vieler Bürger dürfe man nie vergessen, dass Recht Recht bleiben müsse und zwar für jeden Bauherrn, ob Rinderstall oder Einfamilienhaus. Das der gesamte Ablauf für alle Seiten (inkl. Verwaltung) unglücklich war, sich über 4 Jahre hingezogen hat und viele oft anderer Meinung waren ist klar. Wichtig sind Ludwig Böddecker zufolge die Verhandlungen, die trotz genehmigten Bauplanes nach wie vor weitergeführt werden und sehr konstruktiv für alle Seiten verlaufen. Er merkte zusätzlich auch noch einmal an, dass die Gemeinderäte unmöglich die Details sämtlicher Paragraphen und Vorschriften wissen und tiefen, verständlichen Einblick haben können. Da müsse man sich auf die Verwaltung und die beratenden Rechtsanwälte verlassen.

In der anschließenden offenen Diskussion wurde von dem Sprecher des Einzelhandels Jochen Sieger die immer schwieriger werdende Situation des Einzelhandels angesprochen und Möglichkeiten der intensiveren Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Einzelhandel gefordert. 

Gemeinderat Sepp Zeller ermahnte eindringlich die Anwesenden über die Zukunft unseres Tourismus im Ort, des Erhaltes Ihrer Einrichtungen und Ihrer Struktur, der Ausrichtung der Chiemgau-Card Ruhpolding Inzell (weg vom reinen Gratisangebot zu Ermäßigungsanreizen) und der aktuellen Ausrichtung der Tourist-Info nachzudenken bzw. zu überdenken.  

Und er erinnerte alle Anwesenden auch eindringlich, dass die reizvolle Landschaft des Ruhpoldinger Tales zu großen Teilen von den Landwirten gepflegt und kultiviert wird, es aber z.B. von den 157 Milchbauern aus dem Jahr 1952 aktuell nur noch ca. 12 Milchbauern gebe. Und diese Bauern werden unsere Kulturlandschaft nicht mehr lange so erhalten können – und was folgt dann?

Mit diesen eindrücklichen Worten und vielen weiteren Gesprächen und Diskussionen beschloss der neue Vorsitzende Henning Wolf gegen Mitternacht die Jahreshauptversammlung 2018.

 

HW

VRB Monatsversammlung - APRIL 2018

Zur letzten Monatsversammlung konnte der erste Vorsitzende der VRB, Hermann Hipf, wieder zahlreiche interessierte Ruhpoldinger im Ruhpoldinger Hof begrüßen.

Neben den Themen Wasserversorgung West, Radweganbindung a-ja Hotel, Kneippweg und Übernachtungszahlen, berichtete Hipf unter anderem auch über das Ruhpoldinger Biomasse-Heizkraftwerk, welches durch den Mannheimer Energieversorger MVV betrieben wird. Der Vertrag wurde von der Gemeinde fristgerecht gekündigt. Die VRB sieht hierin eine große Chance die Energieversorgung für Ruhpolding auf neue Beine zu stellen und somit entscheidend zu verbessern und auszubauen. „Wir müssen die Chance nutzen und in den nächsten zwei Jahren ein Betreibermodell entwickeln, welches den gesamten Ort weiter nach vorne bringt. Nachbargemeinden machen es uns ja bereits sehr erfolgreich vor.“ so Hipf.

Ein weiteres Thema war das neue Betreibermodell der Chiemgau Arena (CAR), die ab dem 01.05. als Eigenbetrieb der Gemeinde Ruhpolding betrieben wird. Hier wird die CAR als organisatorisch, verwaltungsmäßig und finanzwirtschaftlich gesondertes Unternehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit der Gemeinde Ruhpolding geführt. Die Aufgaben der Chiemgau Arena sind die Sicherung (Betrieb) der Trainingsstätte und des DSV Bundesstützpunktes in den Disziplinen Biathlon, Langlauf, Skisprung und Nordische Kombination. Ebenso die Durchführung von nationalen und internationalen Veranstaltungen und die Erschließung neuer Geschäftsfelder zur Erweiterung der touristischen und sportlichen Angebote. Der Eigenbetrieb ermöglicht es, die Arena wesentlich transparenter, erfolgsorientierter und wirtschaftlicher zu führen und zu vermarkten.

Der letzte große Hauptpunkt des Abends war der Rinderstall in Wasen. Es wurde noch einmal der aktuelle Stand, der Ablauf und die Hintergründe für die getroffenen Entscheidungen vorgestellt. Hierzu gab es von einigen Anwesenden teilweise deutliche Kritik über die Vorgehensweise des Gemeinderats und die Entscheidungen der VRB. Die VRB-Gemeinderäte waren und sind der Auffassung, dass der eingeschlagene Weg ein langwieriges Rechts- und Klageverfahren abgewendet und die Tür für Verhandlungen offen gelassen hat. Entschieden wehrte sich Hipf gegen den Vorwurf, dass sich die VRB der CSU anbiedert und sich vor ihren Karren spannen lässt. „Wir sind nur fünf Gemeinderäte und um eine Mehrheit zu erlangen, muss man bei bestimmten Themen mit einer anderen Fraktion zusammen arbeiten. Das war schon immer so und wird auch immer so sein. Beim Rinderstall deckten sich die Meinungen eben mehr mit der CSU als mit der SPD“, so Hipf.

Kontroverse Diskussionen und andere Meinungen dürfen, ja müssen sogar sein. Es ist aber sicher: die VRB war eigenständig, ist eigenständig und wird auch weiterhin eigenständig sein.