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VRB-Monatsversammlung Dezember 2013

Asylsuchende integrieren

An einem ungewohnten Mittwoch, aber dafür in einem frisch renovierten Raum der „Alten Säge“ traf sich die VRB zur letzten Monatsversammlung in 2013. Zunächst informierte Hermann Hipf die Anwesenden über die Aufstellungsversammlung zur Kommunalwahl am 16. Januar 2014 im Hotel „Ruhpoldinger Hof“.

Anschließend war aufgrund eines Antrags in der letzten Gemeinderatssitzung die Parkplatzregelung im Ort noch einmal Thema. Aber, wie im Gemeinderat, wollte darüber niemand mehr diskutieren und daher bleibt alles so wie es ist.

Eine nette Einladung vom Arbeitskreis Asyl zum „Café – international“ brachte das Thema Asylbewerber zur Sprache, von denen wir derzeit ca. 70 Personen vor Ort und im Landkreis insgesamt 376 Personen haben. Nach wie vor lässt die Kommunikation zwischen Landratsamt und Kommunen zu wünschen übrig und deshalb passiert es immer wieder, dass sich Hotels dort direkt um die Aufnahme von Asylanten bewerben und die Orte von deren Ankunft regelrecht überrascht werden. Das muss sich ändern!

Der Skibetrieb am Unternberg konnte aufgrund der zu geringen Schneemengen noch nicht gestartet werden.  Dieser Berg war wieder aktuelles Thema, weil dort nicht nur ein Bike-Park, sondern auch eine neue Rodelbahn geplant ist. Man kam zu der Meinung, dass sich alle Projektplaner zusammen schließen sollten, um gemeinsam ein nachhaltiges Konzept zu erarbeiten. Denn, selbst wenn die Gemeinde diese Projekte unterstützt, handelt es sich um Privatinitiativen, die selbst vorangebracht werden müssen.

Erfreulich zu hören war, dass 168 Straßenlaternen im nächsten Jahr mit LED-Lampen ausgestattet werden und die Gemeinde dadurch ca. 17.000 € Stromkosten weniger haben wird. Bedenklich waren dagegen die Tourismus-Zahlen 2012/2013, denn Ruhpolding hatte 54.077 Übernachtungen und 1.877 Gäste weniger als im Vorjahr und verlor 210 Gästebetten. Diesen Trend gilt es unbedingt aufzuhalten und ausnahmslos alle Vermieter sollten darum bemüht sein!

Noch einmal kam Hermann Hipf auf die Wahlvorbereitungen aller Parteien zurück und verlas die Veranstaltungen dazu. Die Aktionen der VRB dazu wurden in einer Vorstandssitzung vorbereitet und vorgestellt. Hierzu gab es verschiedene Wortmeldungen und man kam überein, auch für die Jungwähler eine Veranstaltung abzuhalten. Es gibt viel zu tun, packen wir's an!

Allen Mitgliedern, Interessierten und Freunden der VRB wünschen wir ein gutes und vor allen Dingen gesundes Jahr 2014!

Am 16. Januar 2014 findet unsere Aufstellungsversammlung zur Kommunalwahl im Nebenzimmer des Hotels „Ruhpoldinger Hof“ statt, zu der wir alle Mitglieder und Interessierte herzlich einladen.

In Namen der Vorstandschaft
Elke Loders

VRB-Monatsversammlung November 2013

Vermieten muss sich lohnen

Erfreulich viele Teilnehmer konnte Hermann Hipf zur letzten Monatsversammlung begrüßen und bat gleich zu Beginn alle langjährigen Mitglieder nach Bildern aus früheren VRB-Zeiten zu suchen und diese für die VRB-Homepage bzw. eine kleine Chronik zur Verfügung zu stellen.

Elke Loders berichtete zum laufenden Bauernmarkt, welcher gut angenommen wird und die Händler zufriedenstellende Umsätze machen. Das Ziel ist, 8-10 Stände zu haben, worum sich die veranstaltende „Marktgilde“ mit einem sehr guten Marktmeister bemüht. Demnächst wird ein Ruhpoldinger Fischzüchter das Sortiment vergrößern und wenn der Winter überstanden ist, soll der Bauernmarkt hoffentlich auch für unsere Touristen ein Anziehungspunkt sein.

Henning Wolf wartet sehnlichst auf Schnee um endlich zu erleben, ob sich die viele Arbeit beim „Verein zur Unterstützung des Skiliftbetriebs am Unternberg“ gelohnt hat. Momentan hat der Verein 640 Mitglieder und einige Sponsoren. Demnächst wird das Hofbräuhaus Traunstein 1 Million Bierflaschen mit „Unternberg-Aufklebern“ versehen und der Skilift hoffentlich „im wahrsten Sinne des Wortes“ in aller Munde sein.

Über das teilweise emotional diskutierte Thema „Asylbewerber“ informierte Hermann Hipf aus der letzten Gemeinderatssitzung: Ruhpolding hat aktuell 54 Personen aufgenommen, was im Verhältnis zu unserer Einwohnerzahl überproportional viel ist. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die Tatsache, dass sich die jeweiligen Immobilieninhaber direkt beim Landratsamt (LRA) um Aufnahme von Asylanten bewerben können und man dort froh ist, überhaupt Quartiere aufzutreiben. Bei den „Maria-Ecker Gesprächen“ mit Landrat und umliegenden Bürgermeistern wurden die Probleme hinsichtlich Eingliederung, Betreuung, Sprachschwierigkeiten und Integration von Schulkindern ausführlich behandelt. Man ist sich bewusst, dass hierfür nicht genügend Personal zur Verfügung steht und freiwillige Helfer gesucht werden. Da in 2014 das LRA einen Anstieg auf 700 Asylbewerber im Landkreis erwartet, wird uns dieses Thema noch lange begleiten. Es bleibt abzuwarten in wie weit das Landratsamt die Kommunikation mit den Gemeinden ändert, die verbesserungswürdigen Punkte in Angriff nimmt und die Informationen über den Bürgermeister in die Bevölkerung transportiert wird.

Zum Thema Kommunalwahl 2014 berichtete Hipf, dass die VRB auch diesmal keinen Bürgermeisterkandidaten stellen wird. Aus den Reihen der aktuellen VRB-Gemeinderäten werden allerdings Ulrike Pfeifer, Ludwig Böddecker, Josef Hohlweger und Hermann Hipf noch einmal für den Gemeinderat kandidieren.

Die schwindenden Anzahl an Vermietern und immer weniger Übernachtungszahlen führten zu einer ernsten Diskussion, bei der Franz Ringsgwandl sen. beim Thema Nachfolger/innen seinen Unmut mit der Bemerkung „unsere Generation hat die Vermietung trotz Beruf, Hausbau und fünf Kindern auch geschafft“ zum Ausdruck brachte. Da die Vermietung jedoch mit viel Zeitaufwand und Wochenendarbeit verbunden ist, finden sich immer weniger junge Leute die dazu bereit sind. Zumal bei der Vermietung „immer weniger hängen bleibt“ und es dringend erforderlich ist, die Kalkulationen entsprechend zu überprüfen. Die Kernaussage des Diskussion war eindeutig: Vermietung muss sich wieder lohnen. Dazu wurde u.a. vorgeschlagen, nur noch Quartiere mit Mindestpreisen je nach Sterne-Bewertung im Katalog aufzunehmen. Ein Blick in den neuen Prospekt, so Elke Loders,  würde sich diesbezüglich lohnen und sie überlege ernsthaft, als „Fleißaufgabe“ eine entsprechende Auflistung zu erstellen, denn bei den derzeitigen Preisen vor Ort kann nichts verdient werden.

Zum Schluss kam noch der teilweise schlechte Zustand einiger Wanderwege, welche ein Herzstück unseres touristischen Angebots sind, zur Sprache. Ein Grund hierfür könnte sein, dass die im Haushalt eingeplanten Summen in den letzten Jahren nicht vollständig abgerufen wurden. Es gilt nun für 2014 darauf zu achten, dass die geplanten Maßnahmen umgesetzt und die bereit gestellten Mittel auch ausgenutzt werden.

EL

VRB-Monatsversammlung Oktober 2013

Mit  einem „allgegenwärtigen“ Thema

beschäftigte sich auch die VRB-Monatsversammlung am 24.10.: der Olympia-Bewerbung. Hierzu konnte der VRB-Vorsitzende Hermann Hipf den Stadionleiter der Chiemgau-Arena, Engelbert Schweiger, begrüßen. Schweiger präsentierte die Konzeptstudie den anwesenden Mitgliedern und Interessierten im Detail und schaffte es in der anschließenden Diskussion einige Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

Allen Teilnehmern war klar, dass die Konzeptstudie nur die OlympiJa-Seite wiedergibt, weshalb es doch die ein oder andere kritische Wortmeldung gab. So war z.B. Matthias Hallweger der Meinung, dass Ruhpolding viele Aktionen für den Erhalt und die Verbesserung seines Tourismus starten muss. Ob dabei Olympia hilfreich ist? Von den Biathlon-Veranstaltungen habe der Ort jedenfalls touristisch nicht wirklich profitiert.

Dr. Ulrike Pfeifer gab zu bedenken, dass bei einem Zuschlag für die olympischen Spiele sicher im Ort viele Investitionen und soziale Projekte zum Stillstand kämen. Es fehle am Unternberg an Wasser für eine Beschneiung.

Einhellig war man der Meinung, dass Ruhpolding von einer besseren Ortsdurchfahrt durch Eisenärzt profitieren würde.

Aber was machen wir bei einem Zuschlag für die Olympischen Spiele mit unserem neuen Tourismus-Slogan von einem „wildromantischen Tal“? Darauf erwiderte zum Schluss Engelbert Schweiger, dass zwar niemand aufgrund der Biathlon-Veranstaltungen bei uns seinen Urlaub verbringen würde, aber vielleicht die schönen Bilder von den vielen Langlauf-Loipen dazu animieren würden.

Hermann Hipf verwies am Ende auf die noch folgenden Info-Veranstaltungen, an denen man unbedingt zur Meinungsbildung teilnehmen sollte und stellte fest, dass die VRB weder Spielverderber noch Nein-Sager sei und die Entscheidung zu einem eindeutigen Ja oder Nein zum jetzigen Zeitpunkt schwer zu fällen ist. Er brachte aber auch zum Ausdruck, dass sich jeder sein eigenes Bild machen muss. Im Internet könne man dies unter anderen auf folgenden Seiten: www.muenchen.de/2022; www.ruhpolding-gewinnt.de; www.nolympia.de; www.gruene-traunstein.de; oder auf Facebook unter: Olympi Ja 2022; Grüne Traunstein; München PRO 2022. Des Weiteren appellierte er sowohl an die Befürworter wie auch an die Gegner ihre Argumente sachlich darzulegen, denn Sarkasmus, Ironie, persönliche Angriffe und das Heraufbeschwören von Ängsten sind der Sache nicht dienlich.

EL

VRB-Monatsversammlung September 2013

Zur letzten Monatsversammlung im Hotel Wittelsbach konnte der erste Vorsitzende Hermann Hipf neben den altbekannten VRB’lern auch einige neue Interessierte in der Runde begrüßen.

Das Ziel der Versammlung war, die Themen herauszuarbeiten, die den Ruhpoldingern wichtig sind. So bunt gemischt wie die Diskussionsrunde war, so bunt waren auch die andiskutierten Themen. Angefangen vom Fortbestand der landwirtschaftlichen Betriebe, über den Generationswechsel im Gastgeberbereich und den damit verbundenen Schwierigkeiten (Bettenwegfall) bis hin zur Wasser-, Strom und autarken Energieversorgung waren sehr interessante Ansatzpunkte mit dabei. Auch die Qualität der kommunalen Einrichtungen, den touristischen Betrieben, des Einzelhandels und der Breitbandanbindung waren ein Thema. Hipf kündigte an, dass die VRB-Vorstandschaft nun aus den angesprochenen Punkten einen Leitfaden erstellen wird, der die Grundlage für den Wahlkampf der VRB und die nächste kommunalpolitische Legislaturperiode darstellen soll.

Das beherrschende Thema des Abends war allerdings Olympia 2022. Nachdem der 2. Bürgermeister Ferdinand Fiedler das kurz vorher veröffentlichte Konzept erläuterte, entspann sich eine angeregte Diskussion über die Chancen, den Nutzen, die Folgen und die potentiellen Risiken einer Olympiabewerbung. Obwohl in den Wochen bis zum Bürgerentscheid noch viele Informations-veranstaltungen stattfinden werden, wird auch die VRB in der nächsten Monatsversammlung dieses Thema noch einmal detailliert aufgreifen. „Obwohl aktuell ein regelrechter OlympiJA-Hype durch den Ort fegt, so dürfen wir doch nicht alles durch die rosarote Brille sehen“, so Hipf. „Es darf nicht sein, dass sich der Bürger keine kritischen Fragen mehr stellen traut, nur um nicht als Spielverderber abgestempelt zu werden. Da es um unsere Heimat geht, ist eine kritische Auseinandersetzung mit PRO und CONTRA deshalb umso wichtiger und notwendig."

EL

VRB-Jahreshauptversammlung Juli 2013

Mit Zuversicht ins Wahljahr!

 

Zur Jahreshauptversammlung der VRB konnte der Vorsitzende Hermann Hipf im Ruhpoldinger Hof zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen. Im Jahresrückblick bewertete Hipf sein erstes Jahr als Vorsitzender der VRB als interessant, lehrreich und intensiv. Auch wenn es nicht immer leicht ist Familie, Beruf, Gemeinderat und VRB-Vorsitz in Einklang zu bringen, so waren die letzten 12 Monate trotzdem positiv zu sehen. Als Gemeinderat habe er in den letzten fünf Jahren aber leider auch lernen müssen, dass der gegenseitige Respekt und die Achtung immer weiter in den Hintergrund gedrängt werden. Und da der Wahlkampf bereits Fahrt aufgenommen hat, wird leider auch der Umgangston rüder und ironischer. Er wolle dies jedoch vermeiden und weiterhin mit Sachlichkeit überzeugen. Hinsichtlich der Kommunalwahl im März 2014 formulierte Hipf seine Wünsche und Ziele: „Auch in der nächsten Legislaturperiode wollen wir im Gemeinderat mit fünf VRB‘lern vertreten sein.“ Da heutzutage leider immer weniger Bürgerinnen und Bürger bereit sind sich ehrenamtlich in der Kommunalpolitik zu engagieren, darf dieses Ziel durchaus als ambitioniert bezeichnet werden. Zur Bürgermeisterwahl wird die SPD mit Claus Pichler den amtierenden Bürgermeister ins Rennen schicken und ob es einen CSU-Kandidaten geben wird, ist immer noch ein wohl gehütetes Geheimnis. Die VRB hingegen wird keinen Bürgermeisterkandidaten stellen.

Zum aktuellen Stand des Hoteldorfes konnte Ferdinand Fiedler einige positive Dinge berichten. Nachdem sich die TUI aufgrund einer kompletten Neuausrichtung aus dem Projekt zurückgezogen hatte, konnten zwei neue Betreiber-Interessenten im Bereich des 4-5-Sterne-Klassements gefunden werden. Im Moment laufen sehr aussichtsreiche Gespräche. Die bestehenden Finanzpartner sind noch dabei und Hoffnung auf Verwirklichung des Projekts besteht nach wie vor. Allerdings ging vorerst die wichtigste Vision, den Gemeinde-Haushalt mit dem Grundstücksverkauf von € 3 Mio. aufzubessern, verloren.

Neben dem positiven Kassenbestand konnte der Schatzmeister Jochen Metzger, der ebenfalls erst seit einem Jahr im Amt ist, auch einen 10%igen Mitgliederzuwachs seit der letzten Jahreshauptversammlung vermelden.

Der dritte Neuling im Bunde, Schriftführerin Elke Loders, fasste kurz und knapp das vergangene Jahr zusammen. Sie musste lernen ihre Berichte nach den Wünschen der Verlage zu formulieren und dass selbst dann die Artikel nicht immer nach den Vorstellungen der VRB veröffentlicht werden – was eine Berichterstattung für den Laien doch etwas schwierig gestaltet.

Bei der abschließenden Diskussion kamen dann noch einige wichtige Themen zu Sprache. So sieht z.B. Henning Wolf die Breitbandversorgung in Ruhpolding durchaus noch ausbaufähig. In wie weit die Möglichkeit eines Ausbaus und einer Förderung besteht, wird bereits im ISEK  (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) ermittelt. Luggi Böddecker sprach den schlechten Straßenzustand von Brand nach Urschlau an. Dort besteht dringender Handlungsbedarf. Die Straße wird von vielen Lkw's befahren, ist dafür nicht ausgelegt und zwischenzeitlich für Radfahrer nicht mehr gefahrlos benutzbar. Hier müsse die Prioritätenliste der Straßensanierung noch einmal geprüft und notfalls geändert werden. Hermann Hipf berichtete noch über den Fortgang des geplanten BikeParks, den hoffentlich positiven Ausgang zur Rettung des Skibetriebs am Unternberg, der Vorstellung des Tourismuskonzepts der JU und der Münchner Olympiabewerbung 2022 – wobei allein letzteres ein abendfüllendes Thema ist.

Mit dem Slogan: „Auf geht's - wer sich informiert, kann mitreden.“ bat der 1. Vorsitzende zum Abschluss der Jahreshauptversammlung noch einmal alle Anwesenden den Wahlkampf positiv, sachlich und ehrlich zu gestalten

EL

VRB-Monatsversammlung Juni 2013

VRB Treffen Juni 2013

Aktivsenioren unterstützen Gastgeber

 

Trotz des ersten schönen Sommerabends war das Nebenzimmer „Beim Häusler“ am 13.06. gut besetzt und so konnte Hermann Hipf über die jüngsten Aktivitäten in Sachen „neue Medien“ wie Facebook und Twitter berichten. Vor allem für die jüngere Generation wurde dieser Weg der Kommunikation bei der VRB gewählt und es zeichnet sich jetzt schon ab, dass man auf diese Weise das Interesse der Jugend an kommunalpolitischen Themen wecken kann. Wie Alexander Kellndorfer mitteilte, entspann sich z.B. zum Thema Unternberg eine rege Diskussion in der „Facebook-Community“ und alle Argumente der teils kontrovers geführten Diskussion waren nachvollziehbar und ernst zu nehmen. Wie Dr. Ulrike Pfeiffer berichtete, stellt sich die Gesamtsituation am Unternberg leider immer noch nicht zufriedenstellend dar, denn aktuell gibt es im „Verein zur Unterstützung des Skibetriebs am Unternberg“ nur 360 statt der nötigen 1000 Mitglieder!!! Die anfängliche Befürchtung, dass den Ruhpoldingern der Fortbestand des Skibetriebs weniger wichtig ist als angenommen, wird anscheinend immer mehr zur Realität. Wo bleiben die Mitgliedschaften?

Zur im Gemeinderat beschlossenen Erweiterung des Bebauungsplans Westernberg, womit dort eine Sommer-Rodelbahn gebaut werden kann, gab es nur positive Rückmeldungen. Henning Wolf begrüßte solche Initiativen sehr und sieht dies als Bereicherung des touristischen Angebots in Ruhpolding. Ähnlich werden auch die Aktivitäten hinsichtlich „Bikepark“ gesehen. Hier konnte Thomas Baumgartner über den aktuellen Stand seines Projektes informieren. Aktuell gibt es bereits zwei Sponsoren und Anfang Juli findet eine Begehung des Geländes mit dem Forst, den Bauern und den Gemeinderats-Fraktionen statt. Interesse für dieses Vorhaben zeigen sowohl der Landkreis als Chiemgau-Projekt, sowie der Internationale Radsportverband als mögliche WM-Strecke. Wunschtermin für den Baubeginn wäre 2014.

Leider ist die Situation beim geplanten Skater-Park am Schwimmbad nicht so positiv. Von den Behörden wurde aufgrund der Behinderung der Rettungswege dieser Standort abgelehnt und dem Vorhaben eine klare Absage erteilt. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Initiatoren nicht entmutigen lassen und weiter nach einem geeigneten Standort suchen.

Als sehr gute Nachricht bezeichnete Ferdinand Fiedler die vorgezogene Umwidmung der Ortsumfahrung/Tunnel zur Staatsstraße 2098 zum 01.07.2013 und Herabstufung unserer Hauptstr. Dies ist ausdrücklich dem Einsatz unseres Bürgermeisters zu verdanken, wodurch sich die Gemeinde insgesamt 338.000 Euro spart, sowie die zukünftigen Betriebskosten von jährlich Euro 140.000. Vielen Dank!

Ein großer Punkt des Abends nahm die Vorstellung der Aktivsenioren Bayern e.V.(AS) ein. Auf Initiative der VRB informierten Wolfgang und Elke Loders über die Aktivitäten des gemeinnützigen Vereins. Dieser berät mit seinen aus allen Berufssparten stammenden Mitgliedern im Ruhestand in den jeweiligen Landratsämtern u.a. bei Existenzgründungen, Unternehmensführungen, Unternehmensnachfolgen und Ausbildungsinitiativen. Mit ihrer Lebens- und Berufserfahrung verstehen sie sich als unabhängige „Lotsen“ bei der Hilfe zur Selbsthilfe. Im konkreten Fall der Privat- und Kleinvermieter hat sich die Region „AS“ Oberbayern Südost bereit erklärt, diese Gastgeber bei ihrer Kalkulation zu unterstützen und zu beraten. Bei Bedarf freuen sie sich über Anfragen unter Tel. 08663/417848, welche diskret behandelt werden und vermitteln ggf. an die vorhandenen Fachleute im Verein. Josef Hohlweger begrüßte diese Aktion sehr und sieht durch die Unterstützung der Kleinvermieter positive Ansätze, den Qualitätsgedanken und das Verständnis für eine fundierte Kalkulation noch stärker herauszuarbeiten. Es kann hier nur Gewinner geben.

Zu Abschluss berichtete Hermann Hipf noch über die bevorstehende Deutsche Meisterschaft im Biathlon vom 12.-15.09.2013. In diesem Rahmen wird es erstmalig ein Fan-Club-Treffen geben, bei dem Vertreter der bei der IBU gelisteten FanClubs ihre Wünsche und Anregungen direkt zur Sprache bringen und mit dem OK und DSV diskutieren können.
E.L.

 

VRB-Monatsversammlung Mai 2013

Retten wir den Skibetrieb am Unternberg?

 

Mit einer langen Tagesordnungspunkt-Liste eröffnete Hermann Hipf unsere Monatsversammlung vom 16. Mai. Da jedoch die Themen Hoteldorf Zell, der Skaterpark und die erneute Olympia-Bewerbung von München schon im letzten Gemeindeanzeiger behandelt wurden, möchten wir auf die Wiederholung von Ausführungen dazu verzichten.

Wir möchten lediglich erwähnen, dass es zur Olympia-Bewerbung am 10.11.2013 in allen vier Landkreisen der vorgesehenen Austragungsorte einen Bürgerentscheid  gibt, bevor die endgültige Bewerbung am 14.11.2013 abgegeben wird. Das emotionale Thema wird bis dahin für reichlich Gesprächsstoff sorgen.

Erfreulich zu berichten war, dass die Besucherzahlen 2012 in unserem Heimatmuseum zugenommen haben. Natürlich kommt hier die Gemeinde um eine jährliche Unterstützung von ca. € 10.000 nicht herum, aber anscheinend wird das Museum aufgrund der X.tra-Card von den Urlaubern öfter besucht und es wäre schön, wenn unsere Gastgeber ihre Gäste auf dieses Museum hinweisen, denn es profitiert anteilig mit von der X.tra-Card.

Herbert Ringsgwandl erläuterte nochmals das neue Konzept und die geänderte Aufgabenverteilung bei der Tourist-Info. Wichtigster Punkt dabei ist, dass er zwar weiterhin dort die strategische Leitung inne hat, aber die operativen (innerbetrieblichen) Aufgaben wie Gäste- und Gastgeberservice von Bernhard Truk übernommen wurden. Er selbst wird sich nun um die Infrastruktur und MICE = Meetings, Incentives und Events (zu deutsch: Treffen, Anreize und Veranstaltungen – geht doch...) kümmern. An dieser Stelle wurden auch die auf der Gastgeberversammlung erwähnten „DINKS“ = double income no kids übersetzt mit doppeltem Einkommen, keine Kinder. Denn sie sollen besonders beworben werden. Ebenso wird versucht, die Chiemgau-Arena mit Sommer-Veranstaltungen zu belegen.

Ein besonderes Anliegen war es ihm außerdem, nochmals den Skibetrieb am Unternberg anzusprechen. Denn wenn es bis Ende Juni nicht gelingt, mindestens 1000 Mitglieder für den „Verein zur Unterstützung des Skiliftbetriebes“ (UdS) zu gewinnen, wird der Betrieb unwiderbringlich eingestellt. Wollen wir das wirklich?

Damit würden im Winter ca. 6.500 Übernachtungen der Engländer wegfallen, welche außerdem jhrl. ihre Skiausrüstungen im Ort kaufen und unsere Restaurants beleben – um nur ein Beispiel zu nennen.

Gern unterstützen wir dieses Anliegen mit dem Aufruf, Mitglied im UdS zu werden! Der Beitrag beträgt monatlich € 4,17 und sollte es allen Ruhpoldingern/innen wert sein!

Bitte erklären Sie Ihren Beitritt entweder per Fax 08663/419978-481 oder E-Mail info@wintersportbuero.de  oder schriftlich beim Wintersportbüro, Biathlonzentrum 1 in 83324 Ruhpolding.

Auf vielfache Nachfrage teilte Hermann Hipf mit, dass die Abrechnung der Biathlon-WM zufriedenstellend verlaufen ist.

Unsere vier verschiedenen örtlichen Parkplatzsysteme sorgten für reichlich Diskussionsstoff, konnten aber nicht gelöst werden.

Zum Schluss verkündeten unsere nachgekommenen Bauauschuss-Mitglieder Sepp Hohlweger und Luggi Böddecker, dass der Bauernmarkt nun genehmigt ist und demnächst am Parkplatz der Tourist-Info stattfinden kann. Elke Loders als Initiatorin konnte ihr Glück nach all den „Irrwegen“ gar nicht fassen.

EL

VRB-Monatsversammlung März 2013

Die Arbeitskreise zum „Städtebauförderungsprogramm“ werden wieder aktiv 

Nachdem fast der komplette Vorstand verhindert oder krank war, nahm Elke Loders in der letzten Monatsversammlung am 21.03. die Gelegenheit wahr, einmal über die Arbeitskreise zu o.g. Thematik zu berichten: Diese wurden bereits letztes Jahr gegründet, um Förderungen für die weitere Ortsentwicklung zu bekommen, denn dafür wird eine Bürgerbeteiligung verlangt, was sicher vielen nicht bekannt ist.
Also gibt es für Ruhpolding einen AK Tourismus – einen AK Sport und Freizeit – einen AK Energie und einen AK Gewerbe, welche vom Projektleiter Pongratz Haßlberger betreut werden und auf ihrem Workshop am 30.07.2012 ihre erarbeiteten Themen dem Gemeinderat vorstellten. Viele gute und teilweise leicht umsetzbare Vorschläge waren dabei, die nun darauf warten, in Zusammenarbeit mit der in 2013 engagierten ARGE Plankreis mit professionellen Stadtplanern, Landschaftsarchitekten, Einzelhandelsberatern und Energiefachleuten umgesetzt zu werden. Das erste gemeinsame Treffen fand am 18. März statt. Die aktuellen Themen Bauernmarkt und „Bürgerbahnhof“ sollen kurzfristig in Angriff genommen werden und die AK's freuen sich auf eine zügige Zusammenarbeit.

Auf Anregung von Anderl Hofmann wurde die zunehmende Verunreinigung auf Wanderwegen durch Hundekot angesprochen. Nicht nur für Wanderer, Gäste und Tiere ein nicht mehr hinnehmbarer Tatbestand. Denn die Rinder  werden durch den Verzehr mit Magen- und Darmparasiten infiziert, erleiden Verwerfungen und Frühgeburten, magern ab und haben ein Rückgang der Milchleistung. Die VRB will sich nachhaltig für eine Abhilfe einsetzen und ggf. die Gemeindesatzung ändern.

Dieter Spyra brachte einen kursierenden Brief von Anliegern aus der Achenstr. zur Kenntnis. Damit werden durchfahrende Pkw's aufgefordert, die Straße nicht mehr zu benutzen, was sowieso meistens nur von Fremden geschieht, die ihr Quartier suchen. Da die Achenstr. zwar als Anliegerstraße gekennzeichnet, aber nicht für den Durchgangsverkehr gesperrt ist, erscheint diese Aktion nicht sinnvoll.

Michi Volkmann berichtete, dass die Zusammenarbeit mit dem neuen Betreiber der Unternbergbahn gut läuft und viele neue Ideen umgesetzt werden sollen. Wobei der schlechte Zustand des Wanderwegs vom Unternberg zur Branderalm zur Sprache kam, welcher aufgrund der schönen Aussichtspunkte unbedingt saniert werden müsste. Allgemein wurde ebenso festgestellt, dass Ruhpolding viele schöne Radwege hat, die nicht ausgeschildert sind.

Pongratz Haßlberger schlug vor, als weitere Attraktion einen „Premium-Wanderweg“ anzulegen und bemängelte, dass der Wanderweg vom Butz'n-Weg über den Brandstein zur Thoraualm mit seinen ebenfalls grandiosen Aussichten nicht benutzbar sei. Daraus entstand die Idee, dass sich die anwesenden Männer an einem Samstag treffen, um den Weg wanderbar herzurichten. Ludwig Böddecker übernimmt dazu die Vorbesprechungen. Termin wird nach der Schneeschmelze vereinbart. Es wird sicher eine Aktion mit Spaß und Überraschungen!

 

VRB-Monatsversammlung Februar 2013

Ruhpolding stehen sparsame Zeiten bevor
 

Auf der ersten Monatsversammlung im neuen Jahr konnte der Vorsitzende Hermann Hipf am 21. Februar Mitglieder und Interessierte an einem großen Tisch begrüßen. Zunächst kündigte er alle Termine für die Monatsversammlungen sowie die Jahreshauptversammlung zur Info an. Über den geplanten „Downhill-Bikerpark“ konnte er berichten, dass dieser auch im Gemeinderat vorgestellt wurde und das Gremium dem Vorhaben positiv gegenübersteht, aber die Gemeinde keinerlei finanzielle Unterstützung leisten kann. 

Natürlich war in diesem Kreis auch der Haushalt 2013 ein ernstes Thema und Herr Hipf stellte fest, dass Ruhpolding den niedrigsten Vermögenshaushalt und den dritthöchsten Verwaltungshaushalt seit 30 Jahren hat. Mit einem Schuldenstand von nunmehr 15.261 T€ bleibt gar nichts anderes übrig, als über alle erdenklichen Einsparungen nachzudenken. Wobei viele Entscheidungen zu Ausgaben in der vorherigen Legislaturperiode getroffen wurden. Auch wenn bei Grundstücksverkäufen der Gemeinde immer vom Verscherbeln des Tafelsilbers gesprochen würde, müssen diese ins Auge gefasst werden. Auch die Verluste der RTG müssen unter die Lupe genommen werden. Die notwendige Renovierung des Bahnhofs, in den dann die Tourist-Info einziehen soll, musste leider sowohl im aktuellen Haushalt als auch aus der Finanzplanung 2014 rausgenommen werden. Dieser Schritt war leider unumgänglich, obwohl sich das Gebäude der Tourist-Info aktuell in einem bemitleidenswerten Zustand befindet.

Auch der Rückgang bei den Zuschauerzahlen Biathlon war Gesprächsthema. Durch die Abendveranstaltungen ergab sich bei den Fernsehzuschauern ein Plus von 6 Mio. Weitere Themen waren auch die Kosten für den Championspark, das Abendprogramm und die Einbindung der Gewerbetreibenden ins Rahmenprogramm. Leider fiel das vom Wirtschaftsverband initiierte „Früh-shopping“ während des WeltCups im gesamten gesehen etwas dürftig aus und es wäre wünschenswert wenn sich hier für den nächsten Biathlon WC wieder mehr entwickeln würde. Fr. Loders fragte bzgl. der Endabrechnung der Biathlon WM nach. Hr. Hipf verwies darauf dass die Verwaltung diese bisher noch nicht fertiggestellt habe und bat noch um etwas Geduld, denn in der letzten Haushaltssitzung wurde der Verwaltung eine zügige Vorlage dieser Endabrechnung bereits nahegelegt.

Andreas Hinterseer hinterfragte, wie weit das Projekt „Dorfhotel“ gediehen sei. Ferdinand Fiedler informierte über den Sachstand und dass alle TUI-Bereichsleiter unterschrieben hätten, wobei noch die letzte Unterschrift des TUI-Vorstandes fehle. Leider fand Anfang des Jahres ein Wechsel im TUI-Vorstand statt, so dass aktuelle Projekte „on-hold“ sind. Es bleibt somit aktuell nur die Hoffnung dass der neue Vorstand dem Projekt positiv gewogen sei.

Elke Loders sprach das Thema Privatisierung der Wasserversorgung an. Hierzu konnte Hermann Hipf berichten, dass dies nur Kommunen betrifft, die mehr als 20 Prozent ihres Geschäfts außerhalb ihrer eigenen Kommune erbringen. In wieweit dies andere Kommunen im Umkreis betrifft, konnte er aber nicht sagen. Wer möchte, kann im Internet unter „www.right2water.eu“ dazu sein Votum abgeben.

Mit der Bemerkung, dass demnächst die Wahl 2014 vorbereitet werden muss, schloss Hermann Hipf die Versammlung.