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VRB - Nachg'fragt

VRb Nachg'fragt

VRB-Nachg’fragt: Hr. Schnaitmann, in den letzten Monaten konnten aufgrund von „Wetterwarnungen des Deutschen Wetter Dienstes“ des Öfteren die Rauschbergbahn nicht in Betrieb genommen werden. So z.B. auch in der letzten Woche am Montag, den 06.07.2015. Ein Außenstehender sieht nur den strahlenden Sonnerschein und eine Temperatur von über 30° und erkennt hier keine Gründe für eine Sperrung. Welche Erklärung gibt es für diese Sperrung der Bahn?
 
Hr. Schnaitmann: Am 06.07.2015 hatten wir eine amtliche Wetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes. Es wurde mitgeteilt, dass mit Sturmböen bis Stärke 6 aus Südwest zu rechnen ist. Da die Windrichtung für uns eine erhebliche Rolle spielt, wurde an diesem Tag nach Kontrolle der Seillage  (mehr als 2 m aus der Richtung) durch die Betriebsleitung entschieden keinen Fahrbetrieb durchzuführen. Die Sicherheit unserer Gäste steht immer an erster Stelle. Um den Tag sinnvoll zu nutzen hat unser erster Betriebsleiter H. Geisreiter, nach Rücksprache mit mir, vorgeschlagen, eine dringende technische Wartung unserer Steuerung durchzuführen. Es wurde ein wichtiges elektronisches Bauteil (Frequenzumrichter) erneuert – Dauer der Arbeiten von ca. 11:00 Uhr bis 21:00 Uhr.
 
VRB-Nachg’fragt: Wie läuft so eine „Sperrung“ in der Regel ab? Wie erhalten Sie die Wetterwarnungen, wer entscheidet die Sperrung und welche Maßnahmen sind im Nachgang notwendig?
 
Hr. Schnaitmann: Wetterwarnungen erhalten wir per E-Mail bzw. über das Internet, wir informieren uns auch bei benachbarten Seilbahnbetrieben z. B. Hochfelln über die aktuelle Lage. Die Entscheidung über die Einstellung des Fahrbetriebes obliegt immer dem diensthabenden Betriebsleiter. Nach der Entscheidung werden die Informationen unverzüglich auf unserer Homepage aktualisiert und per Newsletter an alle wichtigen Einrichtungen kommuniziert. Zudem werden die örtlichen Tourist-Informationen per Telefon kontaktiert.
 
VRB-Nachg’fragt: Gibt es einen Automatismus wenn sich während des Tages die Wetterwarnungen wieder ändern? Wird dann der Fahrbetrieb wieder aufgenommen?
 
Hr. Schnaitmann: In der Regel ist es ja meistens absehbar, ob sich die Wetterlage zum positiven hin verändert – so kommt es natürlich auch dazu, dass wir mit dem Fahrbetrieb später beginnen. Bestehen allerdings Wetterwarnungen bis zur Mittagszeit, hat unsere Erfahrung gezeigt, dass sich eine Betriebsaufnahme nicht mehr realisieren lässt. Es sind nach Sturmereignissen immer umfangreiche Kontroll- und Revisionsfahrten notwendig, was dazu führt, dass ein geordneter Fahrbetrieb dann erst sehr spät möglich ist. Auch die Gastronomie im Rauschberghaus hat hier keine Möglichkeit die entsprechenden Vorbereitungen zu treffen um die Erwartungen unserer Gäste zu erfüllen.
 
VRB-Nachg’fragt: Hr. Schnaitmann, herzlichen DANK für das kurzfristige Interview und Ihren erklärenden Ausführungen.