Hotline Vereinigung Ruhpoldinger Bürger: +49 172 890 4871

MONATSVERSAMMLUNG 21. NOVEMBER

Am 21.November begrüßte die VRB im Sitzungssaal der Gemeinde über 20 VRB-Mitglieder und viele Interessierte zum Thema Jugend und Soziales in Ruhpolding. 

Am Anfang berichtete das VRB-Mitglied und VDK-Vorsitzende Achim Sydow über seine spontane Kurzbefragung unter Schülern an vier Mittagen am Bahnhof Ruhpolding. Er wollte aus erster Hand erfahren, was für Wünsche die Jugendlichen hätten, wenn sie ein Jugendzentrum selbst zusammenstellen dürften. Die Wünsche bestanden aus Kicker, Billardtisch, Musikanlage, Chill-Out Ecken und für draußen einer Feuerschale.

Bis auf die Feuerschale ist alles in dem seit mehr als 2 Jahren von Gitti Linsmeier und Anja Heigermoser geleiteten Jugendtreff in der alten Tourist-Info am Kurpark teilweise mehrfach vorhanden, aber offensichtlich unter den Jugendlichen viel zu wenig bekannt.

Bei einer Vor-Ort-Besichtigung ist dem Elektro-Meister aufgefallen, dass einige Stunden Wartung, Reparatur und Renopvierung des in die Jahre gekommen Gebäudes nicht schaden würden. Die VRB beschloss daraufhin, sich unter Leitung von Achim Sydow und Gitti Linsmeier des Jugendtreffs anzunehmen und die Räume ansprechender für die Jugendlichen zu gestalten.

Wichtig ist es jedoch den ortsansässigen Jugendlichen die Existenz und die Öffnungszeiten des Jugend Treffs (im Winter jeden Freitag ab 19:30 Uhr) bekannter zu machen. 

Auch die zahlreichen Jugendlichen, die sich seit Herbst im sehr gut angenommenen Skater-Park treffen, könnten den Winter auch hier gut verbringen. Auch unser VRB/CSU-Bürgermeisterkandidat Justus Pfeifer unterstützt hierbei die Forderung hier zusätzlich eine/n Sozialarbeiter/in einzusetzen, um die ehrenamtlichen Leiter zu unterstützen.

Diese/r Sozialarbeiter/in wäre auch für die ehrenamtlichen Beauftragten der Gemeinde (Behinderten-, Jugend, Familien und Senioren), Jugend- und Familienbeauftragten wichtig, nehmen doch gerade in diesem Gebiet die Aufgaben von Jahr zu Jahr im Umfang eher zu.

Ein weiterer großer Diskussionspunkt war der Bürgertreff in Ruhpolding. Ausgehend von der Kleiderstube, hat sich im alten Kindergarten in der Roman-Friesinger Straße ein bunter Bürgertreff mit Infos und Beratungen, dank des unermüdlichen Einsatzes von Maria Haßlberger etabliert.

Die Räumlichkeiten wären auch ideal als regelmäßige Begegnungsstätte für Jung und Alt, Reparatur-Kaffee oder Infotage von der Polizei zu aktuellen Themen wie Trickbetrug etc.

Wichtig wäre hier ein langfristiger Vertrag mit der Kirche um Nutzung und Planung besser koordinieren zu können und die Ausstattung sukzessive anpassen zu können (Sanitäre Anlagen, Fenster und Heizung gelten nur als offensichtliche Probleme). 

Auch hier wäre der regelmäßige Einsatz des Sozialarbeiters sehr willkommen.

Darüberhinaus sollte das Bürgerbüro im Bahnhofsgebäude besser genutzt werden.

Hier sollten regelmäßig Infotage zu den Themen

- soziale Sicherung

- finanzielle Sicherung im Alter

- Tipps für Behördengänge

- Voabrinfos für Pflegestufen und vieles mehr 

erfolgen. Die VRB und alle Anwesenden sehen hier jetzt schon einen großen Informationsbedarf.

Diese Bürgerbüro sollte für Jugend-, Familien, Behindertenbeauftragten und Sozialverbänden und ehrenamtlichen Beratern geöffnet und genutzt werden.

Man darf auch in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass wir in Ruhpolding ca., 1000 Einwohner von 0-18, aber bereits über 2.600 Einwohner im Alter von 60+ haben und diese Entwicklung – vor allem wenn wir jungen Familien nicht mehr Wohnraum anbieten können, eher zunimmt.

Gegen 22:30 schloss der Vorsitzende die Monatsversammlung

 

Henning Wolf

Leitsätze „Natürlich leben im Ruhpoldinger Tal“ an Justus Pfeifer übergeben

Anna Maier, Justus Pfeifer und Henning Wolf

Die VRB ist seit jeher ein Unterstützer der heimischen Landwirtschaft und hat zum Ziel, die Zukunft gemeinsam zu gestalten.

Der Einsatz unserer Landwirtschaft ist unentbehrlich für den Erhalt unserer Natur Kulturlandschaft. Vor allem sie sorgen für Beständigkeit und sichern die nachhaltige Pflege der Heimat.

Im Zuge der kommenden Legislaturperiode wollen wir unsere Zusammenarbeit mit den heimischen Betrieben stärken und ausbauen! Wir wollen zusammen ihre Probleme oder Gedanken feststellen und Lösungsansätze erarbeiten sowie umsetzen.

Wir haben dasselbe Ziel – den Erhalt unserer Heimat!

VRB-Mitglied und Ortsbäuerin Anna Maier wehrt sich vehement gegen das „schlechtreden“ der Verbraucher gegenüber den Landwirten. Gerade im Ruhpoldinger Tal werden 90% der Betriebe im Nebenerwerb geführt. Nur durch Idealismus und Traditionbewusstsein wird damit diese einzigartige Naturlandschaft erhalten. Verfehlungen landwirtschaftliche Großbetriebe, wie es keinen einzigen im Ort gibt, werden pauschal auch auf die hiesigen Betreibe übertragen obwohl hier artgerechte Tierhaltung, genfreie Landwirtschaft und Erhalt der Kulturlandschaft seit Jahrhunderten das Bild prägen. 

Stellvertretend für alle Landwirte übergab Sie deshalb am 21.11. dem VRB-CSU Bürgermeisterschaftskandidaten Justus Pfeifer eine Urkunde für die Ziele zu dem Thema „Natürlich leben im Ruhpoldinger Tal“ der VRB:

  • Intensive Unterstützung der Belange und Interessen der Alm- und Landwirtschaft,
  • Gemeinsame Zusammenarbeit bei problemorientiertem Arbeiten
  • Stärkung gemeinsamer Interessen von Alm-, Landwirtschaft und Tourismus 
  • Beteiligung der Alm- Landwirte bei der Tourismusgestaltung und Entwicklung
  • Unterstützung bei der Vermarktung von regionalen Produkten aus der Landwirtschaft

Henning Wolf

MONATSVERSAMMLUNG 6. NOVEMBER

„Natürlich leben im Ruhpoldinger Tal“

Zur Monatsversammlung und Informationsaustausch begrüßte Vorstand Henning Wolf die VRB-Mitglieder mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Justus Pfeifer um das Thema „Natürlich leben im Ruhpoldinger Tal“ Alm-, Land- und Forstwirtschaft sowie die vielfältigen Herausforderungen der Zukunft zu diskutieren.

Ruhpolding ist die zweitgrößte Flächengemeinde Bayerns. Das Gemeindegebiet wird geprägt von Berg- und Tallagen. Dir typische Charakter und der Wiedererkennungswert der Heimat wird hauptsächlich durch 13% an Alm- und Landwirtschaftsflächen gebildet. 2/3 der Fläche ist von Wald bewachsen.

Heute bewirtschaften noch 82 registrierte Landwirtschaftsbetriebe - davon ca. 50 Betriebe mit Almwirtschaf - die Tallagen und Almflächen sowie nennenswerte Bereiche der Wälder um den Ort. Sie sorgen für die offene vertraute Landschaft und sind Landschaftsgestalter und Landschaftspfleger seit vielen hundert Jahren.

Stellvertretend für die Ruhpoldinger Landwirte wurden Ludwig Böddecker (Bezirksalmbauer des Almbezirkes Ruhpolding, Inzell, Siegsdorf und VRB-Gemeinderat), Anna Maier (Vorsitzende Ortsbäuerin der Gemeinde Ruhpolding), Sepp Zeller (Großstatter, VRB-Gemeinderat) und Theo Weibhauser (Biobauer vom Froschsee) eingeladen.

Seit 1984 sind Landwirte für die VRB im Gemeinderat und aktuell stellt nur die VRB Landwirte Ratsmitglieder.

Nur gesunde Talbetriebe sind in der Lage, die für Einheimische und Gäste so l(i)ebenswerte Landschaft, Almen und Wiesenflächen offenzuhalten. Doch der Klimawandel, der gesellschaftliche Druck durch den Verbraucher, die hohe Konkurrenz von Billigprodukten sowie der demographische Wandel stellen viele Landwirte aus Ruhpolding vor große Herausforderungen.

Die VRB ist seit Anbeginn 1984 ein Unterstützer der heimischen Landwirtschaft und hat zum Ziel, auch in der Zukunft dafür Lösungsansätze zu erarbeiten und umzusetzen.

Ludwig Böddecker, seit 2008 für die VRB im Gemeinderat, leitet seit vielen Jahren einen Jahrhunderte alten Familienbetrieb im Brander Tal. Er gehört zu den Vordenkern und Visionären einer zukunftsorientierten Alm- und Landwirtschaft.

„Der Klimawandel stellt für die Almwirtschaft eine große Herausforderung dar, wie beispielsweise die Wasserversorgung in heißen Sommern sowie der frühere Aufftrieb und  eine frühere Beweidung der Almflächen um der Verunkrautung entgegen zu wirken.“ Gemeinsam mit den Weideberechtigten der Haaralm konnte Böddecker – selber Biolandwirt - eine dauerhafte Wasserversorgung sicherstellen und ist bemüht, neben dem eigenen Vieh auch durch Pensionsvieh eine angepasste Tierzahl sicherzustellen.

Laut seiner Aussagen verliert die Landwirtschaft jährlich 90ha Almflächen alleine in Oberbayern, etwas mehr 120 Fußballfelder. Dies ist auch ein Grund dafür, dass Ludwig Böddecker wertvolle Almweideflächen beim Butzenwirt in Steilhanglage zusammen mit dem Landschaftspflegeverband wiederaktivierte, dadurch wertvolle Blühwiesen für Insekten und Artenvielfalt pflegt und der nächsten Generation erhält. Bei stetigem Verlust von Weideflächen und Betriebsaufgaben ist seine Sorge, die Erhaltung des hohen naturschutzfachlichen Niveaus der aktuell wirtschafteten Betriebe Ruhpoldings aufrechtzuerhalten. 

Seit 2016 ist Anna Maierehrenamtlich Ortsbäuerin des Ortes und in ihrer Funktion Ansprechpartnerin für die sozialen Belange der lokalen Landwirtsbetriebe. Hier, insbesondere bei krankheitsbedingten Ausfällen, ist sie bemüht, Hilfe zu vermitteln. Ferner besucht Sie viele Veranstaltungen, um die örtlichen Betriebe über den neuesten Stand zu informieren.

„Die Arbeit der Landwirte wird vom Verbraucher schnell schlechtgeredet“, so die Bäuerin. „Viele Betriebe werden nur durch Idealismus und Traditionsbewusstsein am Leben erhalten; das scheint vielen Verbrauchern nicht bewusst zu sein. 90% der Betriebe Ruhpoldings -so wie auch meiner- werden im Nebenerwerb geführt.“

Anna Maier bemängelt, dass Verfehlungen einzelner landwirtschaftlicher Großbetriebe, pauschal auf unsere heimischen Betriebe übertragen werden. „Tierwohl“, das heißt, artgerechte Tierhaltung statt Massentierhaltung, genfreie Landwirtschaft und Erhalt der Kulturlandschaft sind für ihre Arbeit wichtig. 

Theo Weibhauser ist seit 1994 einer der Biolandwirte des Ortes, die insgesamt fast 40% der landwirtschalftlichen Flächen bewirtschaften, und leitet seinen Betrieb am Froschsee. Zu seiner landwirtschaftlichen Nutzfläche gehören auch viele der 120ha Steilhanglagen des Ruhpoldinger Tales. Die Mahd dieser aufwendigen Steillagen ist Landschaftspflege und Landschaftsschutz und sichert die Artenvielfalt und den Erhalt wichtiger Biotope, so der Biolandwirt. 

„Landschaftspflege ist unerlässlich für den Erhalt unserer Natur, Kulturschutz und Vorbeugung für Ereignisse, die dem Klimawandel geschuldet sind (Muren, Lawinen, Starkregen).“

Entschuldigt für die Sitzung und daher nicht anwesendes Gemeinderatsmitglied der VRB Zeller Sepp -Großgstatter-, zählt auch zu den Musterbetrieben des Ortes. Viele Feuchtwiesen und Moorflächen am Fuße des Unternbergs wie auch beachtliche Landwirtschaftsflächen des Gemeindegebietes werden durch ihn gepflegt. Neben dieser Tätigkeit in der Landwirtschaft setzen er und seine Frau auch richtungsweisende Akzente für neue touristische Angebote auf dem Bauernhof. 

Fazit der Diskussion der hochinteressanten Monatsversammlung der VRB:

Der Einsatz unserer Landwirte ist unentbehrlich für den Erhalt unserer Kulturlandschaft. Vor allem sie sorgen für Beständigkeit und sichern die nachhaltige Pflege der Heimat für die ganze Bevölkerung.

Daher gemeinsames Ziel der VRB und ihres Bürgermeisterkandidaten Justus Pfeifer:

  • Intensive Unterstützung der Belange und Interessen der Alm- und Landwirtschaft,
  • Gemeinsame Zusammenarbeit bei problemorientiertem Arbeiten
  • Stärkung gemeinsamer Interessen von Alm-, Landwirtschaft und Tourismus 
  • Beteiligung der (Alm-) Landwirte bei der Tourismusgestaltung und Entwicklung
  • Unterstützung bei der Vermarktung von regionalen Produkten aus der Landwirtschaft

Die nächste VRB-Versammlung für alle Mitglieder und interessierte Ruhpoldinger findet am 

Donnerstag, den 21.11. um 19:30 Uhr im 

Haus des Gastes / Versammlungsraum Dachgeschoss statt.

 

Detlef Jost