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von

Zusammenfassung

Bewusstsein der Verbraucher wird größer

Regionalität und Qualität vor Quantität

Alles muss zusammengeführt werden

Bericht

Bedürfnisse von Bauern und Konsumenten ausgelotet
Regionalvermarkter Christian Siglbauer stand Rede und Antwort – Einstieg war nicht einfach

„Bauer und Konsument: Wer braucht was – wer will was?“ Diese zwei Fragen standen im Vordergrund einer Diskussionsrunde, zu der die Vereinigung Ruhpoldinger Bürger (VRB) in den Konferenzraum des Hotels Post geladen hatte. Bezirksalmbauern-Vorstand Ludwig Böddecker war es eingangs wert zu betonten, dass die VRB seit Jahren auch ohne Wahlkampf versuche, mit solchen und ähnlich gelagerten, ökologischen Treffen sowohl Landwirte wie auch Verbraucher für das Thema zu sensibilisieren. Unter dem Motto „Zusammenspannen was zusammengehört“ wolle man so Stück für Stück die Bedürfnisse beider Seiten vor Ort ausloten. Wichtigstes Ziel sei es dabei, die kleinstrukturierte Landwirtschaft in der Zukunft zu erhalten und gleichzeitig die Akzeptanz für gesunde Lebensmittel zu schärfen. Als besonderen Erfolg dieser Bemühungen wertete er die Eröffnung des Hoamat & Schmankerl-Ladls in der Ortsmitte, die auf Initiative von Rudi Rechl und ihm zustande kam.

Die Familie Siglbauer vom Pöschl-Hof bietet in dem Geschäft seit neun Monaten hauptsächlich regionale und saisonale Lebensmittel an. „Für uns war der Einstieg schon ein Wagnis, weil wir bis dahin nur unser eigenes Geflügel vermarkteten,“ beschreibt Christian Siglbauer seine Erfahrungen aus der Anfangszeit. Letztlich aber sei der Schritt die beste Entscheidung gewesen.

Denn die Bedenken lösten sich schnell in Luft auf. Mittlerweile kommen neben Einheimischen und Urlaubern auch überzeugte Verbraucher aus den Nachbargemeinden in den Laden, weil in ihrem Ort eine solche Einkaufsmöglichkeit fehlt. Als Konkurrenz zu den Bauern, die ebenfalls als Selbstvermarkter hochwertiges Fleisch verkaufen, sehe er sich nicht. Ganz im Gegenteil: Er könnte sogar mehr Mengen verkaufen, auch beim Wild. Auch die Nachfrage nach Schaf- und Ziegenfleisch steigt zunehmend. Dass er keinen „Ruhpoldinger Käse“ oder andere vor Ort produzierte Waren anbieten kann, findet er ebenfalls bedauerlich. Zwei Landwirte kamen wieder von ihrem Versuch ab, Käse selbst herzustellen, weil es für sie ein Nullsummenspiel war. Auf die Frage, wie er generell die Begriffe Bio oder Regional einstufen würde, erklärte Siglbauer, er sehe da nicht viel Unterschied, solange die Produkte aus unserer Region kommen: „Die haben sowieso den höchsten Standard, und das weltweit!“

Dieses Niveau reklamieren auch die heimischen Bienenzüchter für sich. Schriftführer Sepp Gnadl vom örtlichen Imkerverein sagte, er könne sich keine bessere Gegend für die Honigproduktion vorstellen wie das Miesenbacher Tal. Späte Mäh-Phasen garantierten naturreinen Blütenhonig und keine Industrieware, ist sich Gnadl sicher und dankte in diesem Zusammenhang den Bauern für ihre Umsicht und die Bereitschaft, auf Kunstdünger und Pestizide zu verzichten. Etwa ein Viertel der Jahresmenge, die unter einem einheitlichen Label angeboten wird, geht an Urlaubsgäste, der Rest an heimische Kunden.

Wie sehr das Thema der Agenda in den Köpfen schwebt, brachten die engagierten Wortbeiträge zu Tage. Unter anderem regten mehrere Teilnehmer ein engeres regionales Vermarktungskonzept mit eigener Marke an, wie man es zum Beispiel vom Roten Hahn in Südtirol her kennt. Wenige Chancen räumte man dagegen dem Vorschlag ein, eine Milchtankstelle zur Selbstbedienung aufzustellen, denn dies würde an den strengen Kontrollen und an den Vorgaben der Molkereien scheitern. Daneben kam auch die Verwendung von Kühl- und Versandboxen zur Sprache genauso wie der Vorschlag zu einer Genossenschafts-Gründung. Ein weiterer Punkt war die Frage, wie es mit dem in „die Jahre gekommenen“ Zerlege-Betrieb am Bauhof weitergeht.
Neben den Landwirten hatten auch Verbraucher die Gelegenheit, offen über ihr Einkaufsverhalten zu berichten. Nicht jede Familie mit Kindern könne es sich leisten, nur Bio-Lebensmittel zu kaufen. Das sei letztlich eine Frage des Haushaltsbudgets und damit doch wieder des Discounters, hieß es.
Nicht im Klaren ist man sich darüber, wo die Reise hingehen wird, zumal immer mehr Verordnungen und Gesetze auf die Bauern zukommen. Man habe den Eindruck, die Bundesregierung möchte die Landwirtschaft in Deutschland komplett abschaffen, warf Landmaschinenverkäufer Andreas Lang in die Runde: „ Wenn es so weitergeht, sind bald neunzig Prozent der Betriebe, vor allem der kleineren, von der Bildfläche verschwunden.“ Alois Richter meinte dazu, dass allein in Ruhpolding von den 60 Landwirten nur noch etwa zehn die für das Grünland traditionelle Milchwirtschaft betreiben. Im Übrigen profitierten die meisten Betriebe vom zweiten Standbein, dem Tourismus.
VRB-Vorsitzender Henning Wolf bestärkte die Bauern, auch im Hinblick auf die nächste Generation die Direktvermarktung im Ort auszubauen und damit autark zu werden. Die Vorteile lägen auf der Hand. „Dann werden wir halt ein gallisches Dorf, das sich zu wehren weiß"

LS

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